Was wir für Sie in München umsetzen
Was wir für Ihre Praxis in München übernehmen
Wir reinigen Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Physiotherapie- und Ergotherapiepraxen, psychotherapeutische Praxen, Medizinische Versorgungszentren, Labore und Sanitätshäuser in München und im Umland. Der Leistungsumfang folgt Ihrem individuellen Hygieneplan, nicht einer Standardliste — deshalb steht am Anfang immer eine Begehung, aus der eine Flächenliste entsteht. Erst danach erstellen wir ein verbindliches Angebot. Was wir Ihnen zusagen, ist keine Floskel, sondern ein Zeitfenster: Was um 7:30 Uhr fertig sein soll, ist um 7:30 Uhr fertig. Zuverlässig zu sein ist in einer Praxis wichtiger als schnell zu sein — eine Reinigung, die im Wartezimmer noch läuft, wenn der erste Patient kommt, ist keine Entlastung, sondern eine Störung.
Leistungen der Praxisreinigung München im Überblick
Diese Positionen bieten wir als Regelumfang einer laufenden Unterhaltsreinigung in einer medizinischen Einrichtung an. Sonderleistungen wie Grundreinigung, Fensterreinigung oder Teppichreinigung kalkulieren wir getrennt und führen sie nach Absprache kurzfristig aus.
- Desinfizierende Reinigung der Behandlungsräume und Untersuchungsräume, einschließlich Liegen, Behandlungsstühlen und Ablageflächen
- Empfangsbereich, Tresen, Kartenlesegerät und Wartezimmer — die Flächen mit dem höchsten Patientenkontakt
- Häufig berührte Kontaktflächen: Türgriffe, Lichtschalter, Armaturen, Spendersysteme, Handläufe
- Sanitärbereiche für Patienten und Personal, mit getrenntem Materialsatz
- Bodenreinigung nach Belagsart — Linoleum, Vinyl, Fliesen, Nadelfilz
- Teeküche, Sozialraum, Personalumkleide und Büroräume der Praxis
- Auffüllen von Seife, Desinfektionsmittel, Papierhandtüchern und Toilettenpapier
- Abfallentsorgung im Rahmen der Hausabfälle — nicht der medizinischen Sonderabfälle
- Digitale Dokumentation jedes Einsatzes mit Datum, Uhrzeit und Leistungsumfang
Vier-Farben-System: warum Lappen nicht gleich Lappen ist
In medizinischen Einrichtungen arbeiten wir konsequent nach dem Vier-Farben-System. Rot steht für Sanitärbereiche mit Fäkalkontakt, Gelb für den übrigen Sanitärbereich, Blau für Möbel und Kontaktflächen, Grün für Küchen- und Sozialbereiche. Das klingt banal und ist der wirksamste einzelne Schutz vor Keimverschleppung zwischen Räumen, den eine Reinigungsfirma organisatorisch überhaupt leisten kann. Er wirkt nur, wenn erfahrenes Personal ihn ohne Nachdenken einhält — deshalb setzen wir in Praxen kein wechselndes Personal ein. Wischbezüge werden im Vorpräparationsverfahren eingesetzt: ein Bezug je Raum, danach in den Wäschesack — kein Zurücktauchen in die Lösung.
Rechtsgrundlagen: Was Ihre Münchner Praxis wirklich einhalten muss
Zur Praxisreinigung wird viel behauptet und wenig belegt. Die folgende Tabelle nennt die Fundstellen, die für eine Praxis in München tatsächlich einschlägig sind — Bundesrecht, bayerisches Landesrecht und die fachliche Empfehlung, an der sich die Behörden orientieren. Wir verlinken die Primärquellen, damit Sie nachlesen können statt uns glauben zu müssen.
Rechtsgrundlagen der Praxishygiene in Bayern — Stand August 2026
| Regelwerk |
Fundstelle |
Was es verlangt |
Gilt für |
| Infektionsschutzgesetz |
§ 23 Abs. 5 Satz 2 IfSG |
Ermächtigt die Länder, Zahnarztpraxen und Arztpraxen mit invasiven Eingriffen zur Führung eines Hygieneplans zu verpflichten |
Bundesweit, als Ermächtigungsgrundlage |
| Bayerische Medizinhygieneverordnung |
§ 1 Abs. 2 Nr. 8 MedHygV |
Bayern hat von dieser Ermächtigung Gebrauch gemacht — erfasst sind Arztpraxen, Zahnarztpraxen und Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe, in denen invasive Eingriffe vorgenommen werden |
Bayern |
| Bayerische Medizinhygieneverordnung |
§ 3 Abs. 1 MedHygV |
Hygieneplan auf Grundlage einer Analyse und Bewertung der jeweiligen Infektionsrisiken |
Erfasste Einrichtungen |
| Bayerische Medizinhygieneverordnung |
§ 3 Abs. 3 MedHygV |
Kontinuierliche Fortschreibung des Hygieneplans nach neuen Erkenntnissen |
Erfasste Einrichtungen |
| Bayerische Medizinhygieneverordnung |
§ 14 Abs. 1 und Abs. 2 MedHygV |
Pflichtüberwachung durch das Gesundheitsamt nur für § 1 Abs. 2 Nrn. 1 bis 7; für Praxen nach Nr. 8 ist die Überwachung eine Ermessensentscheidung |
Unterschied Klinik / Praxis |
| KRINKO-Empfehlung Flächenhygiene |
Bundesgesundheitsblatt 2022, Bd. 65, S. 1074–1115 |
Fachlicher Maßstab für Reinigung und Desinfektion von Flächen; löste die Fassung von 2004 ab |
Fachlicher Standard, keine Rechtsnorm |
| Strafgesetzbuch |
§ 203 Abs. 3 Satz 2 und Abs. 4 Satz 2 Nr. 1 StGB |
Reinigungskräfte sind mitwirkende Personen; die Praxis muss dafür Sorge tragen, dass sie zur Geheimhaltung verpflichtet werden |
Jede Praxis, ohne Ausnahme |
Quelle: Bayerische Medizinhygieneverordnung (MedHygV) im Volltext, Bayerisches Staatsministerium der Justiz · § 23 Infektionsschutzgesetz im Volltext, Bundesamt für Justiz · § 203 Strafgesetzbuch im Volltext, Bundesamt für Justiz
Braucht Ihre Münchner Praxis einen Hygieneplan? Die Antwort ist bayerisches Landesrecht
Das Infektionsschutzgesetz verpflichtet in § 23 Abs. 5 Satz 1 zunächst Kliniken, Einrichtungen für ambulantes Operieren, Dialyseeinrichtungen und vergleichbare Behandlungseinrichtungen zur Führung eines Hygieneplans. Für Arztpraxen und Zahnarztpraxen ist das dort nicht geregelt — Satz 2 ermächtigt lediglich die Länder, das anzuordnen. Bayern hat das getan: Die Bayerische Medizinhygieneverordnung erfasst in § 1 Abs. 2 Nr. 8 ausdrücklich Arztpraxen, Zahnarztpraxen und Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe, in denen invasive Eingriffe vorgenommen werden. Für diese Praxen gilt die Hygieneplanpflicht aus § 3 Abs. 1 MedHygV unmittelbar. Ein Detail, das in Angeboten regelmäßig falsch dargestellt wird: Die infektionshygienische Überwachung durch das Gesundheitsamt ist nach § 14 Abs. 1 MedHygV nur für die Einrichtungen nach § 1 Abs. 2 Nrn. 1 bis 7 zwingend. Praxen nach Nr. 8 können nach § 14 Abs. 2 überwacht werden — es ist eine Ermessensentscheidung, keine Regelbegehung. Wer Ihnen mit der drohenden Praxisbegehung ein Reinigungsangebot verkauft, argumentiert an der Rechtslage vorbei. Diese Darstellung ordnet die Rechtslage ein und ersetzt keine Rechtsberatung; ob Ihre Praxis in den Anwendungsbereich fällt, klären Sie im Zweifel mit dem Gesundheitsamt oder Ihrer Kammer.
Flächenhygiene nach KRINKO: fünf Indikationen, sechs Risikobereiche, drei Verfahren
Fachlicher Maßstab für die Flächenhygiene ist die Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut, „Anforderungen an die Hygiene bei der Reinigung und Desinfektion von Flächen", veröffentlicht am 29. September 2022 im Bundesgesundheitsblatt 2022, Band 65, Seiten 1074–1115. Sie hat die Vorgängerfassung von 2004 abgelöst und ist der Grund, warum eine ernsthafte Praxisreinigung nicht mit einer Quadratmeterzahl beginnt, sondern mit einer Flächenliste.
Die fünf Indikationen der Flächenhygiene
Analog zu den bekannten Momenten der Händehygiene benennt die Neufassung fünf Anlässe, aus denen heraus eine Flächenmaßnahme erfolgt. Für eine Praxis ist Indikation 1 die tägliche Routine, Indikation 2 der Alltagsfall zwischen zwei Patienten und Indikation 5 der Ausnahmezustand.
Die fünf Indikationen der Flächenhygiene nach KRINKO 2022
| Nr. |
Indikation |
Bedeutung für die Praxis |
Wer führt aus |
| 1 |
Basishygiene auf patientennahen, häufig berührten Flächen |
Tägliche Routine der Praxisreinigung |
Reinigungsfirma |
| 2 |
Gezielte Flächenhygiene nach einer Kontamination |
Alltagsfall zwischen zwei Patienten |
Praxisteam, im Einzelfall Reinigung |
| 3 |
Flächendesinfektion vor aseptischen Tätigkeiten |
Unmittelbar vor dem Eingriff |
Ausschließlich Praxisteam |
| 4 |
Schlussdesinfektion nach Beendigung der Behandlung |
Nach infektiösen Patienten, nach Absprache |
Praxisteam oder Reinigung |
| 5 |
Flächenhygiene im Ausbruchsmanagement |
Ausnahmezustand, Sondereinsatz |
Reinigung nach Weisung der Praxis |
Sechs Risikobereiche, patientennah und patientenfern
Die KRINKO-Empfehlung ordnet Bereiche sechs Risikokategorien zu und unterscheidet innerhalb eines Bereichs zusätzlich zwischen patientennahen — also häufig berührten — und patientenfernen, selten berührten Flächen. Erst aus der Kombination beider Merkmale ergibt sich, ob eine Fläche gereinigt, desinfiziert oder desinfizierend gereinigt wird. Dieser zweistufige Zuschnitt ist die eigentliche Neuerung gegenüber der alten Fassung: Er ersetzt pauschale Sätze wie „in der Praxis wird alles desinfiziert" durch eine begründete Einzelentscheidung je Fläche. Für die Reinigungsorganisation hat das drei sehr konkrete Folgen. Erstens ist die Flächenliste wichtiger als die Quadratmeterzahl — zwei Praxen mit identischer Fläche können völlig unterschiedlichen Aufwand haben, wenn die eine überwiegend patientenferne Flächen hat und die andere viele häufig berührte Kontaktpunkte. Zweitens gehören häufig berührte Kontaktpunkte einzeln erfasst: Türgriffe, Lichtschalter, Armaturen, Liegen, Spendersysteme, Kartenlesegeräte und Tresenkanten sind der eigentliche Gegenstand der Basishygiene, nicht der Boden. Drittens ist der Boden regelmäßig eine patientenferne Fläche: Er wird gereinigt, weil er sichtbar sauber sein muss und weil Sauberkeit Teil des Praxiseindrucks ist — nicht, weil er der wesentliche Übertragungsweg wäre.
Reinigen, desinfizieren, desinfizierend reinigen — drei Verfahren, die nicht dasselbe sind
In Ausschreibungen und Angeboten werden diese drei Begriffe häufig synonym verwendet. Das führt zu Missverständnissen über Aufwand und Preis, denn zwischen ihnen liegt der größte Teil der Kalkulation.
Reinigung, Desinfektion und desinfizierende Reinigung im Vergleich
| Verfahren |
Was geschieht |
Einwirkzeit relevant |
Typischer Einsatzort in der Praxis |
| Reinigung |
Schmutz und ein erheblicher Teil der Mikroorganismen werden mechanisch entfernt |
nein |
Böden, Fensterbänke, patientenferne Flächen |
| Desinfektion |
Gezielte Keimzahlreduktion mit geprüftem Mittel in festgelegter Konzentration |
ja, zwingend |
Behandlungsraum nach Kontamination, Sanitär |
| Desinfizierende Reinigung |
Beides in einem Arbeitsgang mit einem Kombinationspräparat |
ja |
Patientennahe Kontaktflächen im Regelbetrieb |
VAH-Liste oder RKI-Liste? Der Unterschied, der in Ausschreibungen zählt
Die Liste des Verbunds für Angewandte Hygiene (VAH) verzeichnet Desinfektionsmittel, deren Wirksamkeit nach den VAH-Methoden geprüft ist. Sie ist der Regelmaßstab für die prophylaktische Desinfektion im Praxisalltag. Die Liste des Robert Koch-Instituts nach § 18 IfSG ist etwas anderes: Sie gilt für behördlich angeordnete Entseuchungen. Ein Angebot, das pauschal „RKI-gelistete Mittel" verspricht, verwechselt in aller Regel beides. Für die laufende Arztpraxisreinigung ist die VAH-Listung das richtige und ausreichende Kriterium; die Wirkungsbereiche — bakterizid, levurozid, begrenzt viruzid, viruzid — richten sich nach dem, was Ihr Hygieneplan für den jeweiligen Bereich vorsieht.
Was Praxisreinigung in München kostet
Kein Anbieter im Münchner Suchergebnis zu diesem Thema nennt einen Preis. Wir tun es, weil eine Preisspanne mit genannten Annahmen mehr wert ist als ein Kontaktformular. Die folgenden Bänder sind Netto-Marktbänder für München 2026 aus unserem zentralen Preisindex — sie sind kein Angebot, sondern die Größenordnung, in der sich seriöse Angebote bewegen.
Preisbänder Praxisreinigung München 2026, netto, je m² und Reinigung
| Praxistyp |
Preisband netto je m² und Reinigung |
Typischer Turnus |
Kostentreiber |
| Kleine Praxis bis rund 120 m² |
2,40–2,90 € |
5×/Woche |
Anfahrt und Rüstzeit verteilen sich auf wenig Fläche |
| Mittlere Praxis, Gemeinschaftspraxis, MVZ |
2,60–3,30 € |
5–6×/Woche |
Zahl der Behandlungsräume, nicht die Gesamtfläche |
| Zahnarztpraxis und Praxis mit OP-Bereich |
3,20–3,80 € |
6×/Woche |
Dichte patientennaher Kontaktflächen, Dokumentationsaufwand |
| Physiotherapie und Ergotherapie |
2,20–2,80 € |
5×/Woche |
Große, überwiegend patientenferne Flächen |
Praxisreinigung München: warum die Quadratmeterzahl allein den Preis nicht erklärt
Zwei Praxen mit je 150 m² können sich im Monatspreis um mehr als ein Drittel unterscheiden. Der Grund steht weiter oben in der KRINKO-Systematik: Entscheidend ist die Zahl der häufig berührten Kontaktflächen und der Anteil der Räume, die desinfizierend gereinigt werden müssen. Eine Physiotherapie mit zwei großen Trainingsräumen hat weniger Kontaktpunkte je Quadratmeter als eine Zahnarztpraxis mit vier Behandlungsstühlen, Röntgenraum, Sterilisationsraum und Empfang. Dazu kommen drei Faktoren, die den Preis nach oben ziehen: ein Zeitfenster vor 7 Uhr, eine Dokumentationspflicht mit Einzelnachweis je Raum und ein Materialsatz, der je Praxis vorgehalten und nicht zwischen Objekten getauscht wird. Ein verbindliches Angebot erstellen wir nach einer Vor-Ort-Begehung binnen 48 Stunden — auf Grundlage Ihrer individuellen Flächenliste, nicht einer Pauschale. Wer schnell eine Zahl ohne Begehung nennt, nennt eine, die später nach oben korrigiert wird. Alle Preise netto, Marktbänder für München 2026.
Schweigepflicht und Diskretion: Reinigungskräfte sind mitwirkende Personen
Dieser Punkt wird in Angeboten für Praxisreinigung fast nie erwähnt, und er ist der einzige mit strafrechtlicher Relevanz für die Praxis selbst. Nach § 203 Abs. 3 Satz 2 StGB dürfen Berufsgeheimnisträger fremde Geheimnisse gegenüber Personen offenbaren, die an ihrer beruflichen Tätigkeit mitwirken, soweit das für deren Tätigkeit erforderlich ist. Reinigungskräfte, die Behandlungsräume betreten, sind solche mitwirkenden Personen — sie sehen Namensschilder, Terminlisten, Karteikarten und Bildschirme. Die Kehrseite steht in § 203 Abs. 4 Satz 2 Nr. 1 StGB: Der Berufsgeheimnisträger macht sich strafbar, wenn er nicht dafür Sorge getragen hat, dass die mitwirkende Person zur Geheimhaltung verpflichtet wurde. Die Pflicht liegt also bei der Praxis, nicht bei der Reinigungsfirma. Wir liefern deshalb ungefragt eine unterzeichnete Verschwiegenheitsverpflichtung jeder eingesetzten Kraft, ein festes Personal je Objekt statt wechselnder Springer und eine namentliche Einsatzliste, die Sie zu Ihren Hygieneunterlagen nehmen können. Das kostet uns Organisation und Ihnen nichts — es ist schlicht die Voraussetzung dafür, dass Sie eine Reinigungsfirma in eine medizinische Einrichtung lassen dürfen.
Ablauf, Zeitfenster und Dokumentation
Praxisreinigung ist fast immer Frühreinigung. Der Grund ist nicht Bequemlichkeit, sondern die Indikationensystematik: Basishygiene wirkt am besten, wenn sie unmittelbar vor Betriebsbeginn erfolgt und die Flächen bis zum ersten Patienten nicht mehr benutzt werden. Ein Einsatz am Vorabend lässt bis zur Sprechstunde zwölf Stunden vergehen, in denen Staub sich wieder absetzt.
Typische Turnus- und Zeitfenstermodelle nach Praxistyp
| Praxistyp |
Turnus |
Zeitfenster |
Besonderheit |
| Hausarztpraxis, Facharztpraxis |
5×/Woche |
5:30–7:30 Uhr |
Vor Sprechstundenbeginn, Empfang zuletzt |
| Zahnarztpraxis |
5–6×/Woche |
5:30–7:00 Uhr |
Behandlungseinheiten nur nach Freigabe der Praxis |
| Physiotherapie, Ergotherapie |
5×/Woche |
6:00–8:00 Uhr oder abends |
Geräte und Liegen als Kontaktflächen |
| MVZ und Gemeinschaftspraxis |
6×/Woche |
5:00–7:30 Uhr, ggf. Tagdienst |
Zusätzlicher Mittagsdurchgang für Sanitär |
| Psychotherapeutische Praxis |
2–3×/Woche |
flexibel |
Diskretion vor Frequenz, keine Unterlagen bewegen |
Die Schnittstelle: was die Praxis beisteuert und was wir nicht dürfen
Eine saubere Abgrenzung erspart beiden Seiten Streit. Nicht Gegenstand der Praxisreinigung sind: die Aufbereitung von Medizinprodukten nach der Medizinprodukte-Betreiberverordnung — das ist Aufgabe geschulten Praxispersonals im Sterilisationsraum und keine Reinigungsleistung; die Flächendesinfektion unmittelbar vor aseptischen Tätigkeiten, also Indikation 3 der KRINKO-Systematik; die Entsorgung medizinischer Abfälle, die getrennt und über einen zugelassenen Entsorger läuft; und die Bedienung oder Reinigung von Medizingeräten selbst. Was die Praxis beisteuert, ist der Hygieneplan mit der Flächenliste, die Freigabe der eingesetzten Präparate und eine Ansprechperson für Rückfragen. Was wir beisteuern, ist geschultes Personal, das die Systematik versteht, das Material, die Dokumentation und die Verlässlichkeit, dass um 7:30 Uhr fertig ist, was um 7:30 Uhr fertig sein soll. Bei kurzfristigem Sonderbedarf — einer Kontamination, einem Wasserschaden, einem unangekündigten Termin — reagieren wir schnell und ohne neue Vertragsrunde. Erfahren Sie im Erstgespräch, welche Positionen wir übernehmen und welche bei Ihnen bleiben — diese Abgrenzung schriftlich zu haben, ist erfahrungsgemäß der wirksamste Streitschutz.
Praxisreinigung in Münchner Stadtteilen und im Umland
Wir arbeiten in ganz München und in den angrenzenden Landkreisen. Praxen konzentrieren sich in München sehr ungleich — die Dichte in Schwabing, der Maxvorstadt und Bogenhausen ist deutlich höher als in den Randlagen, was für uns bedeutet, dass Frühtouren dort mehrere Objekte in einem Zeitfenster bedienen können. Das schlägt sich in der Anfahrtskomponente des Preises nieder und ist einer der wenigen Fälle, in denen Lage tatsächlich günstiger macht. In allen genannten Gebieten bieten wir denselben Leistungsumfang an; erfahrene Objektleitung und feste Ansprechpartner gehören unabhängig vom Standort dazu.
- München Mitte und Nord: Maxvorstadt, Schwabing, Milbertshofen
- München Ost und Süd: Bogenhausen, Haidhausen, Giesing
- München West: Pasing, Laim, Nymphenburg
- Landkreis Starnberg, Dachau, Fürstenfeldbruck
- Landkreis Erding, Freising, Ebersberg
Häufige Fragen
Was kostet Praxisreinigung in München pro Quadratmeter?
Die Netto-Marktbänder für München 2026 liegen zwischen 2,20 und 3,80 € je m² und Reinigung, gestaffelt nach Praxistyp: kleine Praxis 2,40–2,90 €, mittlere Praxis und MVZ 2,60–3,30 €, Zahnarztpraxis oder OP-Bereich 3,20–3,80 €, Physiotherapie 2,20–2,80 €. Ein verbindliches Angebot erstellen wir nach einer Vor-Ort-Begehung binnen 48 Stunden.
Braucht meine Praxis in München zwingend einen Hygieneplan?
Wenn in Ihrer Praxis invasive Eingriffe vorgenommen werden, ja: Die Bayerische Medizinhygieneverordnung erfasst in § 1 Abs. 2 Nr. 8 Arztpraxen, Zahnarztpraxen und Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe mit invasiven Eingriffen, und § 3 Abs. 1 MedHygV verlangt einen Hygieneplan auf Grundlage einer Bewertung der Infektionsrisiken. Grundlage ist die Ermächtigung in § 23 Abs. 5 Satz 2 IfSG.
Wird meine Praxis vom Gesundheitsamt regelmäßig begangen?
Nicht zwingend. Die infektionshygienische Überwachung nach § 14 Abs. 1 MedHygV ist nur für die Einrichtungen nach § 1 Abs. 2 Nrn. 1 bis 7 vorgeschrieben — also für Kliniken und vergleichbare Einrichtungen. Praxen nach Nr. 8 können nach § 14 Abs. 2 überwacht werden; das ist eine Ermessensentscheidung des Gesundheitsamts.
Nach welchem Regelwerk richtet sich die Flächenhygiene?
Nach der KRINKO-Empfehlung „Anforderungen an die Hygiene bei der Reinigung und Desinfektion von Flächen", veröffentlicht am 29. September 2022 im Bundesgesundheitsblatt 2022, Band 65, Seiten 1074–1115. Sie hat die Fassung von 2004 abgelöst und unterscheidet fünf Indikationen sowie sechs Risikobereiche, jeweils getrennt nach patientennahen und patientenfernen Flächen.
Müssen die Desinfektionsmittel RKI-gelistet sein?
Für die laufende Praxisreinigung nicht. Maßgeblich ist die VAH-Liste, die Mittel für die prophylaktische Desinfektion führt. Die RKI-Liste nach § 18 IfSG gilt für behördlich angeordnete Entseuchungen. Ein Angebot, das pauschal RKI-gelistete Mittel verspricht, verwechselt in aller Regel beide Listen.
Wie ist die Schweigepflicht der Reinigungskräfte geregelt?
Reinigungskräfte sind mitwirkende Personen im Sinne von § 203 Abs. 3 Satz 2 StGB. Nach § 203 Abs. 4 Satz 2 Nr. 1 StGB muss die Praxis dafür Sorge tragen, dass sie zur Geheimhaltung verpflichtet werden — die Pflicht liegt bei Ihnen, nicht bei uns. Wir liefern die unterzeichnete Verschwiegenheitsverpflichtung jeder eingesetzten Kraft und eine namentliche Einsatzliste unaufgefordert mit.
Übernehmen Sie auch die Aufbereitung von Instrumenten?
Nein. Die Aufbereitung von Medizinprodukten ist Aufgabe geschulten Praxispersonals und keine Reinigungsleistung. Wir reinigen den Sterilisationsraum als Raum, wir bedienen aber keine Aufbereitungsgeräte und fassen keine Instrumente an.
Wer desinfiziert die Fläche unmittelbar vor einem Eingriff?
Das Praxisteam. Indikation 3 der KRINKO-Systematik — Flächendesinfektion vor aseptischen Tätigkeiten — ist ausdrücklich keine Reinigungsleistung, weil sie unmittelbar vor der Tätigkeit erfolgen muss und zeitlich nicht planbar ist.
Ist die Einwirkzeit vorbei, wenn die Fläche trocken ist?
Nein. Konzentration und Einwirkzeit stehen in einem festen Verhältnis, das dem Wirksamkeitsnachweis des jeweiligen Mittels zu entnehmen ist. Eine Fläche kann sichtbar trocken und die Einwirkzeit dennoch nicht erreicht sein. Wer die Konzentration senkt, um Material zu sparen, verlässt den geprüften Anwendungsbereich.
Wann wird in einer Praxis gereinigt?
Fast immer als Frühreinigung zwischen 5:00 und 7:30 Uhr, unmittelbar vor Betriebsbeginn. Bei psychotherapeutischen Praxen arbeiten wir flexibler und seltener, dort steht Diskretion vor Frequenz.
Reinigen Sie auch Zahnarztpraxen und Physiotherapiepraxen?
Ja. Zahnarztpraxen, kieferorthopädische Praxen, Physiotherapie- und Ergotherapiepraxen, psychotherapeutische Praxen, Medizinische Versorgungszentren, Labore, Apotheken und Sanitätshäuser gehören zum Regelgeschäft unserer medizinischen Reinigung in München.
Arbeiten Sie mit festem Personal je Praxis?
Ja. In medizinischen Einrichtungen setzen wir festes, geschultes Personal je Objekt ein statt wechselnder Springer. Das ist die Voraussetzung dafür, dass die Flächenliste tatsächlich abgearbeitet wird und dass die Verschwiegenheitsverpflichtung nicht bei jedem Einsatz neu erklärt werden muss.
Wie schnell können Sie mit der Praxisreinigung beginnen?
Nach der Begehung erhalten Sie binnen 48 Stunden ein verbindliches Angebot. Der erste Einsatz ist in der Regel innerhalb von zwei Wochen möglich, weil wir für jede Praxis festes Personal einplanen und dieses vorher einweisen. Bei Sonderreinigungen ohne laufenden Vertrag reagieren wir deutlich schneller.