Gastronomiebau München · Ladenbau für Gastronomie

Gastronomiebau München – Genehmigung, Küchentechnik und Gastro-Einrichtung

Ladenbau für Gastronomie ist etwas anderes als Ladenbau im Einzelhandel. Ein Verkaufsraum braucht Fläche, Licht und Warenpräsentation. Ein Gastronomiebetrieb braucht zusätzlich eine Küchenlüftung, die den Anforderungen genügt, einen richtig bemessenen Fettabscheider, eine dokumentierte Kühlkette und in aller Regel ein Genehmigungsverfahren. IBS Betrieb plant und realisiert Gastronomieprojekte in München und im Umland – Küche, Theke, Kälte, Lüftung und Ausbau über einen Ansprechpartner, ausgeführt von eingetragenen Münchner Meisterbetrieben. Diese Seite erklärt die Anforderungen, an denen Gastroprojekte tatsächlich scheitern. Wenn Sie einen kompletten Neubau schlüsselfertig vergeben wollen, finden Sie Ablauf und Leistungsumfang auf unserer Seite zum Gastronomie-Neubau.

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Gastronomiebau München – Küchen- und Thekenausbau durch IBS Betrieb

Was wir für Sie in München umsetzen

Was den Gastro-Ausbau vom Einzelhandel unterscheidet

Wer schon einmal einen Laden ausgebaut hat, unterschätzt ein Gastroprojekt regelmäßig – und zwar nicht beim Design, sondern bei der Technik und beim Verfahren. Im Einzelhandel sind die bestimmenden Themen Verkaufsfläche, Rutschhemmung des Bodens und Ladeneinrichtung. In der Gastronomie kommen vier Anforderungen hinzu, die jede für sich ein Projekt verzögern können: eine Küchenlüftung mit Zu- und Abluft, die Fettdämpfe, Gerüche und Feuchtigkeit sicher abführt; ein Fettabscheider, der nach der Entwässerungssatzung gefordert und rechnerisch bemessen sein muss; eine Kältekette mit dokumentierten Temperaturen; und ein Genehmigungsverfahren, weil die Nutzung Gastronomie andere bauordnungsrechtliche Anforderungen auslöst als ein Ladengeschäft. Was gleich bleibt, ist die Gewerkelogik: Rohinstallation vor Trockenbau, Trockenbau vor Boden und Maler, Technik-Inbetriebnahme vor der Endreinigung. Die allgemeine Gewerkereihenfolge und die Kostentreiber im Ausbau haben wir auf unserer Seite zum Ladenbau ausführlich beschrieben – diese Seite behandelt das, was in der Gastronomie zusätzlich gilt.

Genehmigung: warum aus einem Laden ein Café zu machen fast immer ein Verfahren auslöst

Maßgeblich ist die Bayerische Bauordnung. Nach Art. 55 BayBO sind Errichtung, Änderung und Nutzungsänderung baulicher Anlagen grundsätzlich genehmigungspflichtig. Nach Art. 57 Abs. 4 BayBO ist eine Nutzungsänderung nur dann verfahrensfrei, wenn für die neue Nutzung keine anderen öffentlich-rechtlichen Anforderungen gelten als für die bisherige. Genau daran scheitert der Wechsel vom Laden zur Gastronomie fast immer: Es ändern sich die Anforderungen an Lüftung, an Sanitäranlagen, häufig an Stellplätze und regelmäßig an den Brandschutz. Damit ist die Nutzungsänderung regelmäßig genehmigungspflichtig – auch dann, wenn baulich zunächst wenig verändert werden soll. Zwei Punkte, die in der Praxis Geld kosten. Erstens: Verfahrensfreiheit, wo sie ausnahmsweise vorliegt, entbindet nicht von den materiellen Anforderungen – die Vorschriften gelten weiter, nur ohne behördliche Vorprüfung, und die Verantwortung liegt beim Bauherrn. Zweitens: Der Mietvertrag wird oft unterschrieben, bevor die Genehmigungsfrage geklärt ist. Der günstige Weg ist die Bauvoranfrage vor Vertragsabschluss – sie kostet einen Bruchteil eines Bauantrags und klärt die Zulässigkeit, bevor Miete läuft und Planungskosten entstehen. Wir ersetzen mit dieser Seite keine Rechtsberatung; im Zweifel entscheidet die Lokalbaukommission der Landeshauptstadt München.

Küchenlüftung: die 25-Kilowatt-Grenze der VDI 2052

Die Küchenlüftung ist im Gastronomiebau der teuerste und am häufigsten unterschätzte Posten. Maßgeblich ist die Richtlinienreihe VDI 2052 „Raumlufttechnik – Küchen“, die VDI-Lüftungsregeln für gewerbliche Küchen. Sie behandelt Luftbehandlung sowie Bemessung und Ausführung raumlufttechnischer Anlagen in Räumen, in denen Speisen zubereitet, ausgegeben und Geschirr gespült wird, und wird gemeinsam mit DIN EN 13779 und DIN 18869 angewendet. Blatt 1 regelt die Lüftung selbst, Blatt 2 die Reinigung von Abluftanlagen, Blatt 3 die zugehörige Schulung. Die für die Planung entscheidende Abgrenzung: Die Richtlinie gilt ausdrücklich nicht für kleine gewerbliche Küchen und Haushaltsküchen mit einer Anschlussleistung unter 25 Kilowatt. Diese Zahl ist in der Praxis der Wendepunkt. Ein Café mit Siebträger, Kühlschrank und kleiner Aufbackstation bleibt häufig darunter. Sobald Fritteuse, Kombidämpfer, Herdblock oder Gasgeräte dazukommen, ist die Schwelle schnell überschritten – und damit ändert sich der Anspruch an die Anlage grundlegend. Die Zielvorgaben der Richtlinie: Gerüche, Fremdstoffe und Feuchtigkeit müssen abgeführt, nachteilige Auswirkungen auf andere Räume und die Zufuhr hygienisch bedenklicher Luft vermieden und der Luftaustausch mit Außenluft sowie die vorgegebenen Raumlufttemperaturen sichergestellt werden. Praktischer Rat: Lassen Sie die Anschlussleistung Ihrer geplanten Küchengeräte addieren, bevor Sie den Mietvertrag unterschreiben. Ob die nötige Abluftführung über Dach im Objekt überhaupt möglich ist, entscheidet häufiger über die Machbarkeit als das Budget.

Fettabscheider: Bemessung nach DIN EN 1825 und die Entwässerungssatzung

Sobald in einem Betrieb Speisen zubereitet oder in größerem Umfang mit Fetten und Ölen gearbeitet wird, ist ein Fettabscheider erforderlich. Die Anforderung ergibt sich aus zwei Quellen zugleich: aus der kommunalen Entwässerungssatzung und aus der DIN EN 1825, die Bauart, Bemessung, Einbau, Betrieb und Wartung regelt; die DIN 4040-100 ergänzt Anforderungen an Wartung und Generalinspektion. Die Größe wird nicht geschätzt, sondern gerechnet. Die Nenngröße ist ein dimensionsloser Wert, der sich auf den Schmutzwasserstrom in Litern je Sekunde bezieht. In die Bemessung gehen unter anderem die Zahl der Mahlzeiten, die Art der Küche – eine Fritteuse erzeugt deutlich mehr Fettanfall –, die Leistung der Spülmaschinen und die Abwassertemperatur ein. Die Berechnung erstellt ein Planer oder der Hersteller; sie ist Teil der Genehmigungsunterlagen und keine Formalie. Für den Betrieb ist das Entleerungsintervall entscheidend: Als Regelintervall wird durchgängig eine Entleerung mindestens alle vier Wochen genannt, bei hohem Fettanfall entsprechend häufiger, ausgeführt durch einen zertifizierten Fachbetrieb. Verbindlich ist dabei immer die Entwässerungssatzung der Landeshauptstadt München beziehungsweise der jeweiligen Gemeinde – prüfen Sie diese, bevor Sie ein Intervall im Wartungsvertrag festschreiben. Zwei häufige Planungsfehler: Der Abscheider wird zu klein bemessen, weil eine spätere Sortimentserweiterung nicht eingerechnet wurde. Und der Aufstellort wird ohne Rücksicht auf die Entleerung gewählt – das Saugfahrzeug muss ihn erreichen können.

Kältetechnik und die gesetzlichen Kühltemperaturen

Kühltheken, Kühl- und Tiefkühlzellen, Saladetten und Verbundanlagen planen und bauen wir selbst – das ist der Unterschied zu einem reinen Einrichter. In der Gastronomie ist die Kältetechnik nicht nur eine Investitions-, sondern eine Rechtsfrage: Für Lebensmittel gelten verbindliche Höchsttemperaturen nach der Verordnung (EG) Nr. 853/2004, und die Einhaltung ist zu dokumentieren. Die vollständige Werteübersicht – von Hackfleisch über frisches Geflügelfleisch bis zu Tiefkühlware und Heißhaltung – haben wir auf unserer Seite zur Kältetechnik als Referenz zusammengestellt. Für die Bauplanung sind drei Punkte entscheidend, die im Einrichtungsplan regelmäßig fehlen: Die Abwärme der Verflüssiger muss abgeführt werden, und zwar dorthin, wo sie niemanden stört – nicht in den Gastraum und nicht in einen Innenhof mit Wohnbebauung darüber. Das Kondensat braucht einen Ablauf. Und die Kühltechnik braucht Vorlaufzeit: Eine Kühlzelle ist nicht am Eröffnungsmorgen auf Temperatur. Wer den Termin für die Inbetriebnahme zu knapp an die Eröffnung legt, hat am Eröffnungstag keine gekühlte Ware.

Theke, Tresen und Gastro-Einrichtung

Der sichtbare Teil des Gastronomiebaus und derjenige, an dem der Gast die Wertigkeit abliest. Wir realisieren Bartresen und Verkaufstheken, Edelstahl-Arbeitsflächen, Spülen, Ausgabe- und Kühltheken, Rückbuffets, Gasträume und Sanitärbereiche. Die Ausführung liegt bei Münchner Schreiner-, Metallbau- und Küchenfachbetrieben, mit denen wir eingespielt zusammenarbeiten; Planung, Bemusterung, Terminführung und Abnahme laufen über uns. IBS Betrieb ist selbst kein Meisterbetrieb, sondern koordiniert die Gewerke. Drei Hinweise, die in der ersten Planung fast immer fehlen: Hinter jeder Theke liegen mehr Anschlüsse als gedacht – Kasse, Kartenterminal, Bondrucker, Kaffeemaschine, Spülmaschine, Kühlschublade, Wasseranschluss und Ablauf treffen auf engstem Raum zusammen. Die Arbeitshöhen sollten mit dem Personal abgestimmt werden, das später acht Stunden daran steht, nicht mit dem Katalog. Und Oberflächen im Spritzbereich müssen abwaschbar und fugenarm sein, weil sie täglich gereinigt werden – eine schöne Oberfläche, die keine Reinigungschemie verträgt, ist im Gastrobetrieb eine Fehlentscheidung.

Bäckerei und Konditorei: der anspruchsvollste Sonderfall

Eine Bäckerei ist baulich zwei Betriebe in einem: ein Verkaufsraum mit Ladencharakter und ein Produktionsbereich mit Küchenanforderungen. Daraus folgen drei Besonderheiten. Erstens die Technik: Backstation oder Backstube brauchen eine eigene Abluftführung, die Kühltheke im Verkauf und die Kühlung in der Produktion sind getrennte Anforderungen, und die Anschlussleistung der Backöfen bringt das Objekt schnell über die 25-Kilowatt-Schwelle der VDI 2052. Zweitens der Verkaufsraum: Er unterliegt denselben Anforderungen wie jedes Ladengeschäft, einschließlich der Einbaubereichs-Einstufung für Trennwände und der Rutschhemmung des Bodens – Details dazu auf unseren Seiten zum Ladenbau und zur Ladenreinigung. Drittens eine arbeitsrechtliche Besonderheit, die für die Schichtplanung relevant ist: Das Arbeitszeitgesetz definiert die Nachtzeit grundsätzlich als die Zeit von 23 bis 6 Uhr – für Bäckereien und Konditoreien abweichend von 22 bis 5 Uhr. Da Nachtarbeit jede Arbeit ist, die mehr als zwei Stunden der Nachtzeit umfasst, verschiebt sich die Schwelle im Bäckerhandwerk entsprechend um eine Stunde nach vorn. Wer die Frühschicht plant, sollte das kennen, bevor die Schichtmodelle stehen.

Café, Bar und Eisdiele: kleinere Projekte, andere Engpässe

Kleine Gastronomieformate scheitern selten am Ausbau und häufig an einem einzelnen technischen Detail. Beim Café ist es meist die Frage, ob eine Abluftführung über Dach möglich ist und ob die Anschlussleistung der Geräte unter oder über der 25-Kilowatt-Schwelle liegt – davon hängt ab, ob eine einfache Lösung genügt oder eine vollwertige raumlufttechnische Anlage nötig wird. Bei der Bar sind es Schallschutz gegenüber Wohnnutzung im Haus, die Sperrzeitenregelung und die Entlüftung der Sanitärbereiche. Bei der Eisdiele ist es die Kältetechnik: Eisproduktion, Vitrinen und Lagerung sind drei getrennte Temperaturbereiche mit entsprechendem Platz- und Abwärmebedarf. Allen dreien gemeinsam ist, dass die Gasträume Aufenthaltsräume für Publikum sind und damit dieselbe Aufmerksamkeit für Rettungswege, Sanitäranlagen und Barrierefreiheit verlangen wie größere Betriebe – die geringere Fläche macht das Verfahren nicht einfacher, nur den Ausbau kleiner.

Reihenfolge und Zeitplan im Gastronomieprojekt

Der Ablauf unterscheidet sich vom Ladenbau vor allem am Anfang und am Ende. Am Anfang steht die Genehmigungsfrage, idealerweise als Bauvoranfrage vor Mietvertragsabschluss. Dann folgen Konzept- und Genehmigungsplanung einschließlich Lüftungs- und Hygienenachweisen sowie der Bemessung des Fettabscheiders. Erst danach beginnt die Baustelle: Rückbau, Rohinstallation von Elektro, Sanitär, Abluftkanälen und Kälteleitungen, Trockenbau, Boden, Fliesen, Maler, Endmontage, Einbringen der Küchen- und Thekeneinrichtung. Am Ende steht das, was in der Gastronomie länger dauert als anderswo: die Inbetriebnahme der Technik. Lüftungsanlage einregulieren, Kälteanlagen befüllen und herunterkühlen, Geräte in Betrieb nehmen und einweisen. Danach die Bauendreinigung – und erst dann die Anlieferung von Waren. Planen Sie zwischen Fertigstellung und Eröffnung bewusst Puffer ein. Der häufigste Fehler ist ein Eröffnungstermin, der auf dem Tag der Fertigstellung liegt statt eine Woche danach.

Was den Preis im Gastronomiebau treibt

Ein Quadratmeterpreis ist im Gastronomiebau noch weniger aussagekräftig als im Einzelhandel, weil der Technikanteil das Bild bestimmt. Die fünf Posten, die den Unterschied zwischen zwei scheinbar ähnlichen Projekten ausmachen: erstens die Lüftung – ob eine vorhandene Anlage angepasst werden kann oder eine neue Abluftführung über Dach hergestellt werden muss, ist der größte Einzelhebel überhaupt. Zweitens der Umfang der Kältetechnik. Drittens der Fettabscheider samt Aufstellort und Zuwegung für die Entleerung. Viertens der Zustand der vorhandenen Elektroinstallation, weil Gastroküchen erhebliche Anschlussleistungen brauchen. Und fünftens die Frage, ob im laufenden Betrieb benachbarter Einheiten gearbeitet werden muss. Für die abschließende Bauendreinigung nennt unser Preisindex ein Band von 4,50 bis 8,50 Euro netto je Quadratmeter. Für die übrigen Gewerke gilt: Wir schlüsseln das Angebot gewerkeweise auf, damit nachvollziehbar bleibt, welcher Posten woher kommt – bei einem Gastroprojekt ist genau diese Aufschlüsselung der Unterschied zwischen einem vergleichbaren und einem unvergleichbaren Angebot.

Nach der Eröffnung: Wartung und Reinigung

Gastronomietechnik ist wartungspflichtig, und zwar nicht nur aus Gründen der Betriebssicherheit. Die Abluftanlage muss regelmäßig gereinigt werden – dafür gibt es mit Blatt 2 der VDI 2052 eine eigene Richtlinie. Kälteanlagen brauchen wiederkehrende Prüfungen, der Fettabscheider die vereinbarte Entleerung, und die Küche einen dokumentierten Reinigungsplan für das betriebseigene HACCP-Konzept. Unser Geschäftsbereich Facility Management übernimmt beides: Wartung von Kälte-, Klima- und Lüftungstechnik mit 24/7-Notdienst für Wartungskunden, und die laufende Gastronomiereinigung mit dokumentiertem Reinigungsplan. Der praktische Vorteil, wenn beides aus einer Hand kommt: Wer die Anlage gebaut hat, kennt die Zugänge, die Filtergrößen und die Wartungspunkte – das verkürzt jeden Serviceeinsatz.

Neubau, Umbau oder Sanierung – und wo Sie weiterlesen

Diese Seite ist der Wissens-Hub für Gastronomieprojekte in München. Wenn Sie einen vollständigen Neubau schlüsselfertig vergeben wollen – Küchen- und Thekeneinrichtung, sämtliche Anschlüsse, Kälte, Lüftung, Inbetriebnahme und Wartung aus einem Vertrag –, finden Sie Leistungsumfang, Ablauf und Kostenrahmen auf unserer Seite zum Gastronomie-Neubau. Geht es um einen Ladenausbau ohne Gastronomienutzung, ist die Seite zum Ladenbau die richtige. Für die Technikgewerke im Detail haben wir eigene Seiten zur Kältetechnik und zum Lüftungsbau. Sanierungen im laufenden Betrieb planen wir in Phasen, damit der Betrieb nicht vollständig schließen muss – das ist eine Frage der Bauzeitenplanung und wird je Objekt individuell festgelegt. Einsatzgebiet ist München Stadt sowie die Landkreise München, Starnberg, Dachau, Fürstenfeldbruck, Erding, Freising und Ebersberg. IBS Betrieb ist ein Münchner Familienunternehmen seit 1999 mit einer Betriebshaftpflicht über 5 Mio. Euro und arbeitet in jedem Gewerk mit eingetragenen Münchner Meisterbetrieben zusammen.

Einsatzbereiche

Eisdiele München – Gastronomie-Neubau IBS Betrieb Gastronomie-Spüle München Lüftungsanlage Münchner Gastro-Küche

Neubau

Eisdiele München

Komplette Einrichtung mit Eisproduktion und Kältetechnik.

Ausbau

Restaurant München

Edelstahl-Spüle, Anschlüsse und Lüftungsanbindung.

Lüftung

Gastro-Küche München

Zu- und Abluft mit Schalldämpfer.

Verwandte Leistungen

Häufige Fragen

Brauche ich für ein Café oder Restaurant eine Baugenehmigung?

In aller Regel ja. Nach Art. 55 BayBO sind Errichtung, Änderung und Nutzungsänderung baulicher Anlagen grundsätzlich genehmigungspflichtig; verfahrensfrei ist eine Nutzungsänderung nach Art. 57 Abs. 4 BayBO nur, wenn für die neue Nutzung keine anderen öffentlich-rechtlichen Anforderungen gelten als für die bisherige. Beim Wechsel von Laden zu Gastronomie ändern sich Anforderungen an Lüftung, Sanitär, häufig Stellplätze und regelmäßig Brandschutz – damit ist das Vorhaben regelmäßig genehmigungspflichtig. Klären Sie das per Bauvoranfrage, bevor Sie den Mietvertrag unterschreiben.

Ab wann brauche ich eine raumlufttechnische Anlage nach VDI 2052?

Die Richtlinienreihe VDI 2052 „Raumlufttechnik – Küchen“ gilt für gewerbliche Küchen, ausdrücklich aber nicht für kleine gewerbliche Küchen und Haushaltsküchen mit einer Anschlussleistung unter 25 Kilowatt. Diese Schwelle ist der praktische Wendepunkt: Ein Café mit Siebträger und kleiner Aufbackstation bleibt oft darunter, sobald Fritteuse, Kombidämpfer oder Herdblock dazukommen, ist sie schnell überschritten. Addieren Sie die Anschlussleistung Ihrer geplanten Geräte, bevor Sie eine Fläche anmieten.

Wann ist ein Fettabscheider Pflicht und wie groß muss er sein?

Sobald Speisen zubereitet oder in größerem Umfang Fette und Öle verarbeitet werden. Die Anforderung ergibt sich aus der kommunalen Entwässerungssatzung und aus der DIN EN 1825, die Bauart, Bemessung, Einbau, Betrieb und Wartung regelt; DIN 4040-100 ergänzt Wartung und Generalinspektion. Die Nenngröße ist ein dimensionsloser Wert, bezogen auf den Schmutzwasserstrom in Litern je Sekunde; in die Berechnung gehen Mahlzeitenzahl, Küchenart, Spülmaschinenleistung und Abwassertemperatur ein. Die Bemessung erstellt ein Planer oder der Hersteller und gehört zu den Genehmigungsunterlagen.

Wie oft muss ein Fettabscheider entleert werden?

Als Regelintervall wird durchgängig eine Entleerung mindestens alle vier Wochen genannt, bei hohem Fettanfall häufiger, durchgeführt von einem zertifizierten Fachbetrieb. Verbindlich ist die Entwässerungssatzung der Landeshauptstadt München beziehungsweise Ihrer Gemeinde – prüfen Sie diese, bevor Sie ein Intervall im Wartungsvertrag festschreiben. Denken Sie beim Aufstellort an die Entleerung: Das Saugfahrzeug muss den Abscheider erreichen können.

Was unterscheidet Gastronomiebau vom Ladenbau im Einzelhandel?

Vier Anforderungen kommen hinzu: eine Küchenlüftung mit Zu- und Abluft, ein bemessener Fettabscheider, eine dokumentierte Kühlkette nach der Verordnung (EG) Nr. 853/2004 und in aller Regel ein Genehmigungsverfahren, weil die Gastronomienutzung andere bauordnungsrechtliche Anforderungen auslöst. Die Gewerkereihenfolge und die allgemeinen Kostentreiber im Ausbau sind dagegen dieselben – die haben wir auf unserer Seite zum Ladenbau beschrieben.

Was ist beim Ausbau einer Bäckerei besonders?

Eine Bäckerei ist baulich zwei Betriebe in einem: Verkaufsraum mit Ladencharakter und Produktionsbereich mit Küchenanforderungen. Backstation oder Backstube brauchen eine eigene Abluftführung, Kühltheke im Verkauf und Kühlung in der Produktion sind getrennte Anforderungen, und die Anschlussleistung der Backöfen bringt das Objekt schnell über die 25-Kilowatt-Schwelle der VDI 2052. Für den Verkaufsraum gelten zusätzlich dieselben Anforderungen wie in jedem Ladengeschäft.

Warum gilt für Bäckereien eine andere Nachtzeit?

Das Arbeitszeitgesetz definiert die Nachtzeit grundsätzlich als die Zeit von 23 bis 6 Uhr, für Bäckereien und Konditoreien abweichend von 22 bis 5 Uhr. Weil Nachtarbeit jede Arbeit ist, die mehr als zwei Stunden der Nachtzeit umfasst, verschiebt sich die Schwelle im Bäckerhandwerk um eine Stunde nach vorn. Für die Schichtplanung ist das relevant, weil daran Ausgleichsansprüche und Höchstarbeitszeiten hängen.

Übernehmen Sie Kältetechnik und Lüftung selbst?

Ja. Kühltheken, Kühl- und Tiefkühlzellen, Saladetten, Verbundanlagen sowie Lüftungs- und Klimatechnik planen und bauen wir selbst, mit 24/7-Notdienst für Wartungskunden. Das ist der Unterschied zu einem reinen Gastro-Einrichter. Für die Bauplanung entscheidend: Abwärmeführung, Kondensatableitung und die Vorlaufzeit zum Herunterkühlen – eine Kühlzelle ist nicht am Eröffnungsmorgen auf Temperatur.

Was treibt die Kosten im Gastronomiebau?

Fünf Posten: ob eine vorhandene Lüftungsanlage angepasst werden kann oder eine neue Abluftführung über Dach nötig ist – der größte Einzelhebel überhaupt; der Umfang der Kältetechnik; der Fettabscheider samt Aufstellort und Zuwegung; der Zustand der Elektroinstallation, weil Gastroküchen erhebliche Anschlussleistungen brauchen; und die Frage, ob im laufenden Betrieb benachbarter Einheiten gearbeitet werden muss. Ein Quadratmeterpreis bildet das nicht ab – verlangen Sie eine gewerkeweise Aufschlüsselung.

Können Sie im laufenden Betrieb sanieren?

Ja, in Phasen geplant, damit der Betrieb nicht vollständig schließen muss. Das ist eine Frage der Bauzeitenplanung und wird je Objekt festgelegt – abhängig davon, welche Bereiche gleichzeitig stillstehen können und welche technischen Anlagen dabei in Betrieb bleiben müssen. Der realistische Rahmen ergibt sich erst nach der Begehung.