Tiefgaragen- und Parkhausreinigung · München & Umland

Tiefgaragenreinigung München – Verfahren, Turnus und Umlagefähigkeit

Die Tiefgaragenreinigung in München ist keine Frage der Optik, sondern des Werterhalts. Was Reifen über den Winter in die Tiefgarage tragen – Streusalz, Splitt, Sand und Schlamm –, bleibt dort liegen, weil kein Regen es abwäscht. Genau diese Mischung greift Bodenbeschichtung und Bausubstanz an. Diese Seite beschreibt, welche Verschmutzungen in einer Tiefgarage tatsächlich anfallen, mit welchen Verfahren professionelle Reinigung dagegen arbeitet, was mit dem Schmutzwasser rechtlich passieren muss und unter welchen Voraussetzungen die Kosten als Betriebskosten umlagefähig sind. Wir arbeiten in München und im Umland und reinigen Tiefgaragen, Parkhäuser und Stellplatzanlagen als Teil der Gebäudereinigung (/gebaeudereinigung-muenchen).

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Maschinelle Tiefgaragenreinigung mit Scheuersaugmaschine auf einer Fahrgasse in einer Münchner Tiefgarage

Was wir für Sie in München umsetzen

Was in einer Tiefgarage tatsächlich anfällt

Eine Tiefgarage ist der einzige Bereich einer Immobilie, in den Verschmutzungen mit dem Fahrzeug aktiv hineingetragen werden und aus dem sie nicht von selbst verschwinden. Über der Erde spült Regen einen Teil des Straßenschmutzes fort; unter der Erde bleibt alles liegen und wird von den Reifen immer wieder neu verteilt. Dadurch entsteht eine Schichtung aus mineralischem Feinstaub, Reifenabrieb, Streusalz- und Splittrückständen, ölhaltigem Schlamm und Kondenswasser vom Auspuff. Anders als in einem Treppenhaus liegt die Belastung nicht gleichmäßig auf der Fläche: Fahrgassen, Kurvenbereiche, Rampen sowie die Ein- und Ausfahrt tragen ein Vielfaches der Schmutzfracht der Stellplätze. Wer eine Tiefgarage bewertet, muss deshalb in Belastungszonen denken und nicht in Quadratmetern. Für Fahrzeuge, die aus dem Winterdienstbereich hereinfahren, ist die Zufahrt (/winterdienst-muenchen) die erste und am stärksten belastete Zone.

Typische Verschmutzungen in Tiefgaragen und Parkhäusern, ihre Herkunft und ihre Folge
Verschmutzung Herkunft Folge, wenn sie liegen bleibt
Streusalz und Tausalzrückstände Fahrzeuge aus dem Winterdienstbereich Chloridfracht auf der Fläche, Angriff auf Beschichtung und Bewehrung
Splitt und Sand Streugut, Baustellenzufahrten Schmirgelprozess unter den Reifen, Abtrag der Deckschicht
Reifenabrieb Roll-, Quetsch- und Lenkbewegungen dunkle, festhaftende Fahrspuren, mit Wischen nicht lösbar
Ölflecken und ölhaltiger Schlamm Leckagen, Tropfverluste rutschige Zonen, wassergefährdender Stoff im Reinigungswasser
Kondenswasser mit Ruß Auspuff, kalte Startphase Rußschleier auf Wand- und Sockelzonen
Laub, Blütenstaub, Schlamm Zufahrt, offene Rampen Verstopfung von Entwässerungsrinnen und Abläufen
Moos und Algen dauerfeuchte Rampen- und Randbereiche Rutschgefahr auf der geneigten Fläche

Warum Streusalz das eigentliche Problem der Tiefgaragenreinigung ist

Optisch ist Reifenabrieb der auffälligste Schmutz, bautechnisch ist Streusalz der teuerste. Zwei Mechanismen wirken zusammen. Der erste ist mechanisch: Salzkristalle und Sand liegen zwischen Reifen und Boden, jede Roll-, Quetsch- und Lenkbewegung reibt sie in die Oberfläche. Dieser Schmirgelprozess trägt die Deckschicht einer Bodenbeschichtung nach und nach ab, bis sie porös wird und Feuchtigkeit durchlässt. Der zweite ist chemisch: Tausalz – als Streusalz auf Straßen und Zufahrten ausgebracht – besteht im Regelfall aus Natriumchlorid. Chloride, die über eine schadhafte Beschichtung bis an den Bewehrungsstahl im Beton gelangen, heben dessen Korrosionsschutz auf – Fachleute sprechen von chloridinduzierter Korrosion. Der rostende Stahl nimmt an Volumen zu und sprengt den umgebenden Beton ab. Deshalb ist der wirtschaftlich richtige Zeitpunkt für eine Tiefgaragenreinigung nicht der, an dem die Garage unansehnlich wirkt, sondern der unmittelbar nach dem Ende der Streusalzsaison. Die Reinigung ist an dieser Stelle eine Maßnahme des Werterhalts und keine Kosmetik – dieselbe Logik, nach der auch die Bodenreinigung (/bodenreinigung-muenchen) an der Belastung ausgerichtet wird und nicht am Kalender.

Verfahren und Technik der professionellen Tiefgaragenreinigung

„Tiefgaragenreinigung“ ist ein Sammelbegriff für mehrere Verfahren, die je nach Belastungszone kombiniert werden. Auf großen zusammenhängenden Fahr- und Stellflächen arbeitet die Scheuersaugmaschine, weil sie Reinigungsflotte und gelösten Schmutz in einem Arbeitsgang aufnimmt und damit verhindert, dass Schmutzwasser unkontrolliert in die Entwässerungsrinnen läuft. Randzonen, Sockelbereiche, Stützen und die Bereiche um Gullys und Abläufe werden von Hand nachgearbeitet – dort sammelt sich der Schlamm, den die Maschine nicht erreicht. Hartnäckige Öl- und Fettflecken brauchen eine Vorbehandlung mit Einwirkzeit, bevor mechanisch gearbeitet wird. Ein Hochdruckreiniger ist auf beschichteten Flächen mit Vorsicht einzusetzen: Er löst zwar festhaftende Verschmutzungen, kann eine bereits geschädigte Beschichtung aber weiter aufreißen und erzeugt Sprühnebel, der Schmutz an Wände und Fahrzeuge trägt. Die eingesetzte Technik entspricht dem, was wir auch in der Grundreinigung (/grundreinigung-muenchen) und der Industriereinigung (/industriereinigung-muenchen) einsetzen; der Unterschied liegt in der Zonierung und in der Entsorgung des Schmutzwassers.

Reinigungsverfahren in der Tiefgaragen- und Parkhausreinigung und ihr Einsatzbereich
Verfahren Prinzip Einsatzbereich
Maschinelles Scheuersaugverfahren Bürsten oder Pads mit direkter Absaugung der Reinigungsflotte in einem Arbeitsgang Fahrgassen, Stellplätze, große zusammenhängende Verkehrsflächen
Kehrsaugen / Vorreinigung trocken Aufnahme von Splitt, Sand, Laub und Grobschmutz vor dem Nassgang gesamte Fläche, zwingend als erster Schritt
Fleckbehandlung mit Einwirkzeit gezielte Vorbehandlung von Öl-, Fett- und Reifenspuren Fahrspuren, Kurvenbereiche, Stellplätze mit Tropfverlusten
Handnachbearbeitung Bürste und Sauger in nicht maschinengängigen Zonen Randzonen, Sockel, Stützen, Bereiche um Abläufe
Hochdruckreinigung mechanische Ablösung durch Druck, hoher Wassereintrag unbeschichteter Beton, Rampen im Freien – auf Beschichtungen nur nach Prüfung
Reinigung von Entwässerungsrinnen Öffnen, Schlammaufnahme, Spülung Rinnen, Gullys, Abläufe vor jedem Nassgang
Wand-, Decken- und Zugangsreinigung Entfernung von Rußschleier, Staub und Spinnweben Sockelzonen, Lampen, Schranken, Tore, Türen

Ablauf einer Tiefgaragenreinigung in München – und der Schritt, an dem es meistens hakt

Der fachliche Ablauf ist unstrittig. Was Projekte in der Praxis scheitern lässt, ist selten die Reinigung selbst, sondern die Räumung der Stellplätze. Eine Tiefgarage lässt sich nur reinigen, wenn die Fläche frei ist – und dafür müssen Bewohner oder Mitarbeitende ihr Fahrzeug bewegen. Das braucht eine rechtzeitige, schriftliche Ankündigung mit klarem Zeitfenster und, in größeren Anlagen, eine Reinigung in Abschnitten, damit nie die gesamte Garage gleichzeitig gesperrt ist.

  1. Begehung und Zonierung: Belastungszonen, Bodenaufbau, Zustand der Beschichtung, Lage der Abläufe und der vorhandene Abscheider werden aufgenommen.
  2. Ankündigung und Abschnittsplanung: schriftliche Information an Nutzer und Hausverwaltung mit Datum, Zeitfenster und Abschnitten; Absprache mit der Stellplatzbelegung.
  3. Absperrung und Sicherung: Abschnitt sperren, Beschilderung setzen, Fluchtwege und Feuerwehrzufahrten freihalten.
  4. Trockene Vorreinigung: Splitt, Sand, Laub und Grobschmutz aufnehmen, bevor Wasser ins Spiel kommt – sonst entsteht Schlamm statt Sauberkeit.
  5. Entwässerungsrinnen und Abläufe öffnen und entschlammen, damit das Reinigungswasser kontrolliert abfließen kann.
  6. Vorbehandlung der Öl- und Fettflecken mit Einwirkzeit.
  7. Maschineller Nassgang mit Scheuersaugmaschine, Handnachbearbeitung der Randzonen.
  8. Kontrollierte Aufnahme und Entsorgung des Schmutzwassers entsprechend der Entwässerungssituation des Objekts.
  9. Abnahme mit dem Auftraggeber, Freigabe des Abschnitts, Dokumentation.

Schmutzwasser: was mit dem Reinigungswasser rechtlich passieren muss

Das ist der Punkt, an dem sich seriöse von unseriöser Tiefgaragenreinigung unterscheidet – und der Punkt, den kaum ein Angebot benennt. Das Wasser einer Tiefgaragenreinigung ist kein Wischwasser aus dem Büro. Es enthält Öl, Reifenabrieb, Chloride und mineralischen Schlamm. Wird es einfach in den Ablauf gekehrt, gelangt es in die öffentliche Kanalisation. Für dieses Einleiten von Abwasser in öffentliche Abwasseranlagen gilt § 58 des Wasserhaushaltsgesetzes: Die sogenannte Indirekteinleitung bedarf der Genehmigung durch die zuständige Behörde, soweit die Abwasserverordnung Anforderungen für den Ort des Anfalls des Abwassers oder vor seiner Vermischung festlegt. Praktisch heißt das: Ob und in welcher Form das Reinigungswasser in den Ablauf darf, hängt davon ab, wie das Objekt entwässert wird und ob ein funktionierender Abscheider für Leichtflüssigkeiten vorhanden und gewartet ist. Wo das nicht geklärt ist, wird das Schmutzwasser aufgenommen und über einen Entsorgungsfachbetrieb entsorgt. Wir klären diesen Punkt in der Begehung und benennen ihn im Angebot, statt ihn stillschweigend zu übergehen. Die konkreten Anforderungen ergeben sich aus der Entwässerungssatzung der Kommune und den Vorgaben des Entwässerungsbetriebs; verbindlich Auskunft gibt die zuständige Behörde, nicht das Reinigungsunternehmen.

Quelle: WHG § 58 – Einleiten von Abwasser in öffentliche Abwasseranlagen (Gesetzestext) · Abwasserverordnung § 1 – Anwendungsbereich (Gesetzestext)

Ist die Tiefgaragenreinigung als Betriebskosten umlagefähig?

Diese Frage stellen Hausverwaltungen und Eigentümergemeinschaften regelmäßig, und die Antwort steht nicht so eindeutig im Gesetz, wie sie oft dargestellt wird. Maßgeblich ist § 2 der Betriebskostenverordnung. Nummer 9 erfasst „die Kosten der Gebäudereinigung und Ungezieferbekämpfung“ und zählt dazu die Kosten für „die Säuberung der von den Bewohnern gemeinsam genutzten Gebäudeteile, wie Zugänge, Flure, Treppen, Keller, Bodenräume, Waschküchen, Fahrkorb des Aufzugs“. Die Tiefgarage ist in dieser Aufzählung nicht ausdrücklich genannt – die Liste ist mit „wie“ eingeleitet und damit beispielhaft, weshalb eine gemeinschaftlich genutzte Tiefgarage regelmäßig als gemeinsam genutzter Gebäudeteil eingeordnet wird. Nummer 10 erfasst unter der Gartenpflege ausdrücklich „die Pflege von Plätzen, Zugängen und Zufahrten, die dem nicht öffentlichen Verkehr dienen“ – darunter fällt die Zufahrt. Nummer 17 lässt „sonstige Betriebskosten“ zu, setzt dafür aber eine ausdrückliche vertragliche Vereinbarung voraus. Entscheidend ist außerdem die Abgrenzung zwischen laufender Reinigung und Instandsetzung: Eine wiederkehrende Reinigung erfüllt das Merkmal laufend entstehender Kosten, die Sanierung einer schadhaften Bodenbeschichtung ist Instandsetzung und damit nicht umlagefähig. Das ist eine Rechtsfrage des Einzelfalls – wir stellen hier den Verordnungstext dar und ersetzen keine Rechtsberatung. Was wir liefern können, ist eine Abrechnung, die die Positionen so trennt, dass die Zuordnung überhaupt möglich ist.

Einordnung nach § 2 Betriebskostenverordnung – was wo geregelt ist
Position Regelung in § 2 BetrKV Wortlaut der Verordnung
Reinigung gemeinsam genutzter Gebäudeteile Nr. 9 – Gebäudereinigung „Säuberung der von den Bewohnern gemeinsam genutzten Gebäudeteile, wie Zugänge, Flure, Treppen, Keller …“ – Tiefgarage nicht ausdrücklich genannt
Pflege der Zufahrt zur Tiefgarage Nr. 10 – Gartenpflege „Pflege von Plätzen, Zugängen und Zufahrten, die dem nicht öffentlichen Verkehr dienen“
Entwässerung des Grundstücks Nr. 3 – Entwässerung „Gebühren für die Haus- und Grundstücksentwässerung“
Straßenreinigung und Müllbeseitigung Nr. 8 auch „die Kosten entsprechender nicht öffentlicher Maßnahmen“
Sonstige, vertraglich vereinbarte Positionen Nr. 17 – sonstige Betriebskosten Betriebskosten, „die von den Nummern 1 bis 16 nicht erfasst sind“ – nur bei ausdrücklicher Vereinbarung
Sanierung der Bodenbeschichtung nicht erfasst Instandsetzung, keine laufend entstehenden Kosten

Quelle: BetrKV § 2 – Aufstellung der Betriebskosten (Gesetzestext)

Wie oft eine Tiefgarage gereinigt werden sollte

Der Turnus richtet sich nach zwei Größen: dem Fahrzeugdurchsatz und dem Chlorideintrag. Für München bedeutet das einen klaren saisonalen Anker. Zwischen November und März tragen Fahrzeuge Streusalz und Splitt herein; der sinnvollste Termin für die jährliche Hauptreinigung liegt deshalb im Frühjahr, sobald die Streusalzsaison sicher vorbei ist – typischerweise März bis Mai. Wer erst im Sommer reinigt, lässt die Chloridfracht ein halbes Jahr länger auf der Fläche liegen. Objekte mit hoher Frequenz – Einzelhandel, Hotels, Kliniken, Bürogebäude mit Besucherverkehr – brauchen zusätzlich einen unterjährigen Durchgang. Die folgenden Werte sind in der gewerblichen Reinigung übliche Planungsrichtwerte, keine Vorgabe aus einer Norm; der belastbare Turnus für Ihr Objekt ergibt sich aus der Begehung. Wo ohnehin ein Hausmeisterservice (/hausmeisterservice-muenchen) im Objekt ist, gehört die Sichtkontrolle der Tiefgarage in den laufenden Kontrollgang, und die Hauptreinigung wird als eigene Position geplant.

Praxisübliche Planungsrichtwerte für den Reinigungsturnus (keine Normvorgabe)
Objekttyp Hauptreinigung Zusätzliche Durchgänge Bevorzugtes Zeitfenster
Wohnanlage / WEG einmal jährlich in der Regel keine März bis Mai, nach der Streusalzsaison
Bürogebäude mit Besucherverkehr einmal jährlich ein Zwischengang im Herbst Frühjahr, Abschnitte am Wochenende
Einzelhandel und Filialen einmal jährlich ein bis zwei Zwischengänge vor der Hauptsaison
Hotel und Beherbergung einmal jährlich je nach Auslastung Belegungstief
Klinik, Praxis, Pflegeeinrichtung einmal jährlich ein Zwischengang Frühjahr, nachts abschnittsweise
Parkhaus mit öffentlichem Verkehr ein- bis zweimal jährlich regelmäßige Kehrgänge Frühjahr und Spätsommer

Was ein belastbares Angebot zur Tiefgaragenreinigung enthalten muss

Angebote zur Tiefgaragenreinigung sind schwer vergleichbar, weil sie sehr unterschiedlich viel Leistung enthalten. Ein Quadratmeterpreis allein sagt fast nichts: Er unterscheidet nicht zwischen einer trockenen Kehrfahrt und einem vollständigen Nassgang mit Fleckbehandlung, Rinnenreinigung und Schmutzwasserentsorgung. Wir führen für die Tiefgaragen- und Parkhausreinigung derzeit kein eigenes Preisband in unserem Preisindex (/reinigungspreise-muenchen), weil die Spannweite zwischen diesen Leistungsbildern zu groß ist, um sie als Marktband seriös abzubilden. Der Preis für ein konkretes Objekt entsteht nach der Begehung. Die folgende Übersicht nennt die Faktoren, die ihn tatsächlich bestimmen – wer diese Punkte in zwei Angeboten vergleicht, vergleicht dieselbe Arbeit.

Kostentreiber der Tiefgaragenreinigung – wonach ein Angebot kalkuliert wird
Faktor Warum er den Preis bestimmt
Leistungsbild: Kehrgang oder Nassreinigung trockenes Kehren und maschineller Nassgang mit Fleckbehandlung sind unterschiedliche Arbeiten
Fläche und Zuschnitt verwinkelte Anlagen mit vielen Stützen haben einen hohen Handanteil
Verschmutzungsgrad und Zeit seit der letzten Reinigung festgesetzter Reifenabrieb und Ölschlamm brauchen Vorbehandlung und Einwirkzeit
Bodenaufbau und Zustand der Beschichtung beschichtete, unbeschichtete und geschädigte Flächen erlauben unterschiedliche Verfahren
Entwässerungssituation und Abscheider entscheidet, ob das Schmutzwasser eingeleitet oder abgefahren werden muss
Abschnittsbildung und Räumung der Stellplätze eine Reinigung in vielen kleinen Abschnitten kostet mehr Rüstzeit als eine freie Fläche
Zeitfenster Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit wird anders kalkuliert als Regelarbeitszeit
Sonderflächen Rampen, Duplexparker und Doppelparkanlagen sind maschinell nur eingeschränkt erreichbar

Tiefgaragenreinigung München: Besonderheiten vor Ort und Abgrenzung

Zwei Dinge sind in München regelmäßig anders als anderswo. Erstens der Platz: Weil Grundstücke teuer sind, arbeiten viele Anlagen mit Duplexparkern und Doppelparkanlagen. Deren Plattformen lassen sich maschinell nur eingeschränkt erreichen; die untere Ebene wird erst zugänglich, wenn die obere gehoben und das Fahrzeug entfernt ist. Zweitens die Streusalzsaison: Splitt reduziert die Chloridfracht, erhöht aber den mineralischen Abrieb in der Garage. Zur Abgrenzung: Die Tiefgaragenreinigung ist eine Sonderreinigung großer Verkehrsflächen. Die laufende Betreuung der Allgemeinflächen gehört zum Hausmeisterservice (/hausmeisterservice-muenchen); die Räumung und Streuung der Zufahrt ist als Winterdienst (/winterdienst-muenchen) ausschließlich im Jahresvertrag für betreute Flächen ab 1.000 m² verfügbar. Wir arbeiten in München und den umliegenden Landkreisen.

Verwandte Leistungen

Häufige Fragen

Was kostet eine Tiefgaragenreinigung in München?

Wir führen für die Tiefgaragenreinigung derzeit kein eigenes Preisband in unserem Preisindex, weil die Spannweite der Leistungsbilder zu groß ist: Ein trockener Kehrgang und ein maschineller Nassgang mit Fleckbehandlung, Rinnenreinigung und Schmutzwasserentsorgung sind unterschiedliche Arbeiten. Den Preis bestimmen Leistungsbild, Fläche und Zuschnitt, Verschmutzungsgrad, Bodenaufbau, Entwässerungssituation, Abschnittsbildung und Zeitfenster. Ein verbindliches Angebot entsteht bei uns nach einer kostenlosen Vor-Ort-Begehung.

Wie oft muss eine Tiefgarage gereinigt werden?

In der Praxis hat sich eine jährliche Hauptreinigung im Frühjahr eingespielt, sobald die Streusalzsaison sicher vorbei ist – typischerweise März bis Mai. Der Grund ist nicht die Optik, sondern die Chloridfracht: Je länger Streusalzrückstände auf der Fläche liegen, desto länger wirken sie auf Beschichtung und Bausubstanz. Objekte mit hoher Frequenz brauchen zusätzlich einen unterjährigen Durchgang. Das sind Planungsrichtwerte, keine Normvorgabe.

Ist die Tiefgaragenreinigung als Betriebskosten umlagefähig?

§ 2 Nr. 9 der Betriebskostenverordnung erfasst die Kosten der Gebäudereinigung für die von den Bewohnern gemeinsam genutzten Gebäudeteile und nennt beispielhaft Zugänge, Flure, Treppen und Keller; die Tiefgarage ist dort nicht ausdrücklich aufgeführt, die Aufzählung ist aber mit „wie“ eingeleitet und damit beispielhaft. Die Zufahrt fällt nach Nummer 10 unter die Pflege von Zufahrten, die dem nicht öffentlichen Verkehr dienen. Nummer 17 erlaubt sonstige Betriebskosten nur bei ausdrücklicher vertraglicher Vereinbarung. Eine Sanierung der Bodenbeschichtung ist Instandsetzung und nicht umlagefähig. Die Einordnung im Einzelfall ist eine Rechtsfrage – wir geben den Verordnungstext wieder und ersetzen keine Rechtsberatung.

Was passiert mit dem Schmutzwasser aus der Tiefgaragenreinigung?

Das Reinigungswasser enthält Öl, Reifenabrieb, Chloride und mineralischen Schlamm und darf nicht ungeprüft in den Ablauf. Für das Einleiten von Abwasser in öffentliche Abwasseranlagen gilt § 58 Wasserhaushaltsgesetz: Diese Indirekteinleitung bedarf der Genehmigung durch die zuständige Behörde, soweit die Abwasserverordnung Anforderungen festlegt. Ob eingeleitet werden darf, hängt von der Entwässerung des Objekts und von einem funktionierenden, gewarteten Abscheider für Leichtflüssigkeiten ab. Ist das nicht geklärt, wird das Schmutzwasser aufgenommen und über einen Entsorgungsfachbetrieb entsorgt.

Müssen alle Fahrzeuge aus der Tiefgarage entfernt werden?

Aus dem Abschnitt, der gerade gereinigt wird, ja – eine belegte Fläche lässt sich nicht reinigen. In größeren Anlagen arbeiten wir deshalb in Abschnitten, sodass nie die gesamte Tiefgarage gleichzeitig gesperrt ist. Voraussetzung ist eine rechtzeitige schriftliche Ankündigung an Nutzer und Hausverwaltung mit Datum, Zeitfenster und Abschnittsplan. Die Ankündigung ist erfahrungsgemäß der Punkt, an dem Termine kippen, nicht die Reinigung selbst.

Wie lange dauert eine Tiefgaragenreinigung?

Das hängt von Fläche, Zuschnitt, Verschmutzungsgrad und dem Anteil der Handnachbearbeitung ab. Verwinkelte Anlagen mit vielen Stützen, Duplexparkern und engen Randzonen brauchen deutlich länger je Quadratmeter als eine freie, rechteckige Fläche. Hinzu kommen die Rüstzeiten für die Abschnittsbildung. Eine belastbare Zeitangabe entsteht deshalb erst nach der Begehung und gehört in das Angebot, nicht in eine pauschale Zusage.

Worin unterscheidet sich Parkhausreinigung von Tiefgaragenreinigung?

Fachlich sind die Verfahren dieselben, die Randbedingungen unterscheiden sich. Ein Parkhaus ist meist teilweise offen, wird also von Regen mitgewaschen, hat dafür aber höheren Publikumsverkehr und längere Rampen. Eine Tiefgarage ist geschlossen: Streusalz, Splitt und Ölschlamm bleiben vollständig liegen, dafür ist die Belegung planbarer. In beiden Fällen sind Fahrgassen, Rampen sowie Ein- und Ausfahrten die am stärksten belasteten Zonen.

Können Duplexparker und Doppelparkanlagen mitgereinigt werden?

Ja, aber nur mit Vorbereitung. Die untere Ebene einer Duplexanlage wird erst zugänglich, wenn die obere Plattform gehoben und das Fahrzeug entfernt ist; die Plattformen selbst sind maschinell nur eingeschränkt erreichbar und werden von Hand nachgearbeitet. Das erhöht den Zeitbedarf und gehört in die Ankündigung und die Abschnittsplanung, weil sonst Fahrzeuge im Weg stehen.

Werden auch Wände, Entwässerungsrinnen und Zugänge gereinigt?

Das hängt vom vereinbarten Leistungsbild ab und sollte im Angebot ausdrücklich stehen. Fachlich sinnvoll ist es: Entwässerungsrinnen und Abläufe müssen vor jedem Nassgang entschlammt werden, sonst läuft das Reinigungswasser nicht ab. Sockelzonen, Stützen, Lampen, Schranken, Tore und Türen tragen Rußschleier und Staub und bestimmen den Gesamteindruck oft stärker als die Bodenfläche selbst.