Unterhaltsreinigung für Hausverwaltungen, WEG und Eigentümer
Treppenhausreinigung München – Zuständigkeit, Umlage und Intervalle
Treppenhausreinigung München heißt in der Praxis zweierlei: ein sauberes Treppenhaus als erster Eindruck des Mehrfamilienhauses – und eine Position in der Nebenkostenabrechnung, die prüfbar sein muss. Diese Seite ordnet beides – vom Werterhalt der Immobilie bis zur prüffähigen Abrechnung. Sie zeigt, wer zur Reinigung der Gemeinschaftsflächen verpflichtet ist, welche Flächen die Betriebskostenverordnung wörtlich als umlagefähig nennt, wonach sich das Reinigungsintervall richtet und mit welchen Kosten je Aufgang und Monat Hausverwaltungen in München rechnen.
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Was wir für Sie in München umsetzen
Wer muss das Treppenhaus reinigen – Eigentümer, Mieter oder Hausverwaltung?
Eine bundesweit einheitliche Pflicht zur Treppenhausreinigung gibt es nicht. Sie entsteht aus dem Vertrag. Ausgangspunkt ist § 535 Abs. 1 BGB: Der Vermieter hat die Mietsache in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand zu erhalten – die Sauberkeit der Gemeinschaftsflächen gehört dazu. Von dieser Grundlage aus sind drei Konstellationen möglich, und in jeder liegt die Verantwortung woanders.
- Der Eigentümer bzw. die Hausverwaltung beauftragt einen Dienstleister und legt die Kosten als Betriebskosten um – der bei Verwaltungen übliche Weg.
- Die Reinigungspflicht ist im Mietvertrag ausdrücklich auf die Mieter übertragen (Kehrwoche); die Hausordnung regelt dann nur noch die Reihenfolge.
- Es fehlt eine wirksame Übertragung – dann bleibt die Pflicht beim Eigentümer, unabhängig davon, was im Treppenhaus aushängt.
Quelle: § 535 BGB (gesetze-im-internet.de)
Übertragung auf die Mieter: was dafür im Mietvertrag stehen muss
Die Übertragung der Reinigungspflicht auf Mieter ist möglich, aber formgebunden: Sie muss im Mietvertrag vereinbart sein. Ein Aushang im Treppenhaus oder ein Eintrag, der erst später einseitig in die Hausordnung aufgenommen wird, begründet für sich genommen keine Reinigungspflicht des Mieters. Für Hausverwaltungen ist das der praktisch wichtigste Punkt: Wo die Kehrwoche nicht sauber vereinbart ist, trägt am Ende der Eigentümer die Leistung – und im Streitfall auch die Folgen eines nicht gereinigten Treppenhauses.
WEG: Beschluss der Eigentümerversammlung, Umlage über das Hausgeld
In der Wohnungseigentümergemeinschaft ist das Treppenhaus Gemeinschaftseigentum – und ein gepflegtes Treppenhaus zahlt unmittelbar auf den Werterhalt der Anlage ein. Über die Beauftragung einer Treppenhausreinigung entscheidet deshalb die Eigentümerversammlung, nicht der einzelne Eigentümer. Die Kosten laufen über das Hausgeld und werden nach dem im Verwaltervertrag bzw. der Teilungserklärung festgelegten Verteilungsschlüssel aufgeteilt. Vermietende Eigentümer geben ihren Anteil anschließend als Betriebskosten an ihre Mieter weiter – zweistufig, aber genau deshalb prüfbar.
Diese Flächen nennt die Betriebskostenverordnung wörtlich
Ob eine Reinigungsleistung umlagefähig ist, entscheidet nicht die Rechnung, sondern § 2 Nr. 9 BetrKV. Der Verordnungstext zählt die Gebäudereinigung ausdrücklich auf und benennt dabei die Flächen einzeln: die Kosten für „die Säuberung der von den Bewohnern gemeinsam genutzten Gebäudeteile, wie Zugänge, Flure, Treppen, Keller, Bodenräume, Waschküchen, Fahrkorb des Aufzugs“. Wer das Leistungsverzeichnis an dieser Aufzählung ausrichtet, bekommt eine Nebenkostenabrechnung, die einer Prüfung standhält.
Gemeinschaftsflächen nach § 2 Nr. 9 BetrKV und ihre Entsprechung im Leistungsverzeichnis
| Im Verordnungstext genannt |
Was das im Objekt konkret bedeutet |
| Zugänge |
Hauseingang, Windfang, Sauberlaufzone, Eingangstür innen und außen |
| Flure |
Podeste, Etagenflure, Lichtschalter, Türgriffe, Handläufe und Geländer |
| Treppen |
Treppenstufen und Setzstufen, Treppenwangen, Randbereiche |
| Keller |
Kellerflure und Kellerabgänge, nicht die privaten Kellerabteile |
| Bodenräume |
Dachböden und Speicherzugänge, soweit gemeinsam genutzt |
| Waschküchen |
Gemeinschaftliche Waschküche und Trockenraum |
| Fahrkorb des Aufzugs |
Aufzugkabine inklusive Spiegel, Bedientableau und Kabinenboden |
Quelle: § 2 BetrKV, Nummer 9 (gesetze-im-internet.de)
Treppenhausreinigung München: Kosten je Aufgang und Monat
Abgerechnet wird nicht nach Quadratmetern, sondern je Aufgang und Monat – das ist die Größe, mit der eine Hausverwaltung kalkulieren und die sie in der Abrechnung wiederfinden kann. Für München nennt unser Preisindex für die wöchentliche Treppenhausreinigung ein Band von 90 bis 160 Euro netto je Aufgang und Monat. Wo ein Objekt in diesem Band liegt, entscheidet sich bei der Begehung.
Preisband Treppenhausreinigung München (netto, Stand 2026)
| Leistung |
Einheit |
Band |
| Treppenhausreinigung, wöchentlich |
€ je Aufgang und Monat |
90–160 |
| Glasreinigung innen (Treppenhausfenster) |
€ je m² Glasfläche |
1,20–2,40 |
| Grundreinigung Hartboden inkl. Pflegefilm |
€ je m² |
3,80–6,50 |
Die vier Faktoren, die den Preis je Aufgang bestimmen
Das Band ist breit, weil sich Treppenhäuser stärker unterscheiden als Büroflächen. Diese vier Größen erklären den Abstand zwischen 90 und 160 Euro fast vollständig – und sie lassen sich alle bei einer Begehung in wenigen Minuten aufnehmen.
- Etagenzahl und Anzahl der Wohneinheiten je Aufgang – jede zusätzliche Etage kostet Zeit, jedes zusätzliche Podest Fläche.
- Bodenbelag: Naturstein und Terrazzo verlangen pH-neutrale Mittel und eine andere Wischtechnik als Fliesen, Linoleum oder Beschichtung.
- Ausstattung: Aufzug mit Fahrkorb, Briefkastenanlage, Klingelanlage, Glasflächen und Kellerflure erweitern den Leistungsumfang je Gang.
- Frequenz und Lage: Erdgeschosszugang direkt zur Straße, Fahrräder im Eingangsbereich und starke Frequentierung verschieben das Intervall nach oben.
Reinigungsintervall: wonach sich die Frequenz richtet
Ein Reinigungsintervall wird nicht nach Gefühl festgelegt, sondern nach Nutzung. Die folgende Zuordnung ist das Raster, nach dem wir Münchner Objekte bei der Begehung einordnen; sie ersetzt die Besichtigung nicht, macht aber die Diskussion in der Eigentümerversammlung sachlich.
Anhaltspunkte für das Reinigungsintervall im Mehrfamilienhaus
| Objektmerkmal |
Übliches Intervall |
Begründung |
| Bis 6 Wohneinheiten, ruhige Lage, Innenhofzugang |
alle zwei Wochen |
geringe Frequentierung, kaum Straßeneintrag |
| 6–20 Wohneinheiten, Zugang direkt zur Straße |
wöchentlich |
Schmutzeintrag über die Sauberlaufzone dominiert |
| Über 20 Wohneinheiten oder gemischte Nutzung mit Gewerbe |
ein- bis zweimal wöchentlich |
Publikumsverkehr zusätzlich zu den Bewohnern |
| Bürogebäude mit Treppenhaus als Fluchtweg |
zwei- bis dreimal wöchentlich |
Verkehrssicherung und Sichtbarkeit gegenüber Besuchern |
| Jedes Objekt, zusätzlich jährlich |
Grundreinigung |
Pflegefilm erneuern, Randbereiche und Fugen aufarbeiten |
Leistungsumfang einer professionellen Treppenhausreinigung je Gang
Was regelmäßig zu tun ist, gehört ins Leistungsverzeichnis – nicht in eine mündliche Absprache. Der folgende Umfang deckt die in § 2 Nr. 9 BetrKV genannten Gemeinschaftsflächen ab und ist die Grundlage, auf der wir ein Angebot für die Treppenhausreinigung in München rechnen.
- Treppenstufen und Podeste kehren und nebelfeucht wischen, Randbereiche und Ecken einbezogen
- Handläufe, Geländer, Lichtschalter, Türgriffe und Klingelanlage feucht reinigen
- Eingangsbereich, Windfang und Sauberlaufzone reinigen, Eingangstür innen und außen
- Aufzugkabine: Boden, Spiegel, Bedientableau und Türlaufschienen
- Briefkastenanlage abwischen, Werbeablage leeren
- Kellerflure und Kellerabgänge kehren, Spinnweben in Ecken und an Decken entfernen
- Fensterflächen im Treppenhaus nach vereinbartem Turnus, getrennt beauftragt als Glasreinigung
§ 35a EStG: 20 Prozent der Arbeitskosten, höchstens 4.000 Euro
Treppenhausreinigung ist eine haushaltsnahe Dienstleistung. Nach § 35a Abs. 2 EStG ermäßigt sich die tarifliche Einkommensteuer auf Antrag um 20 Prozent der Aufwendungen, höchstens 4.000 Euro im Jahr. Der Abzug gilt nach Absatz 5 ausdrücklich nur für Arbeitskosten – Material und Reinigungsmittel bleiben außen vor. Voraussetzung ist außerdem, dass eine Rechnung vorliegt und die Zahlung auf das Konto des Erbringers erfolgt ist; Barzahlung schließt die Ermäßigung aus. Für Mieter und Eigentümer heißt das praktisch: Der begünstigte Arbeitskostenanteil muss in der Nebenkostenabrechnung gesondert ausgewiesen sein – darauf sollte die Rechnungsstellung von vornherein ausgelegt sein.
Voraussetzungen des Steuerbonus nach § 35a EStG
| Kriterium |
Regelung |
| Ermäßigung |
20 Prozent der Aufwendungen |
| Höchstbetrag |
4.000 Euro im Jahr |
| Begünstigt |
nur Arbeitskosten (inkl. Anfahrt und Maschineneinsatz) |
| Nicht begünstigt |
Materialkosten, Reinigungsmittel, Verbrauchsmaterial |
| Formvoraussetzung |
Rechnung erhalten und Zahlung auf das Konto des Erbringers |
Quelle: § 35a EStG (gesetze-im-internet.de)
DIN 77400 gilt für Schulgebäude – nicht für das Wohn-Treppenhaus
In Angeboten und Ratgebern zur professionellen Treppenhausreinigung taucht regelmäßig die DIN 77400 auf, als sei sie die Norm für Gebäudereinigung schlechthin. Sie ist es nicht: Ihr Titel lautet „Reinigungsdienstleistungen – Schulgebäude – Anforderungen an die Reinigung“, und ihr Anwendungsbereich sind Gebäude allgemeinbildender und berufsbildender Schulen samt zugehöriger Sportstätten. Für das Treppenhaus eines Münchner Mehrfamilienhauses gibt es keine DIN, die Intervalle vorschreibt. Maßgeblich sind der Vertrag, das Leistungsverzeichnis und die Verkehrssicherungspflicht – und genau deshalb lohnt sich ein sauber geschriebenes Leistungsverzeichnis mehr als eine Normnummer im Angebotskopf.
Quelle: DIN 77400 – Titel und Anwendungsbereich (Beuth)
Winterdienst und Verkehrssicherung: der angrenzende Punkt in München
Die Verkehrssicherungspflicht endet nicht an der Haustür. In München gilt eine räumliche Teilung, die viele Eigentümer überrascht: Innerhalb des Mittleren Rings und im Kern von Pasing räumt und streut der städtische Winterdienst die Gehbahnen; außerhalb dieses Bereichs müssen die Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer selbst dafür sorgen, dass die Gehwege geräumt und mit Splitt oder Sand gestreut sind. Für Verwaltungen außerhalb des Rings gehört der Winterdienst deshalb in dieselbe Vergabe wie die Treppenhausreinigung – die Übergabe zwischen Gehweg und Eingangsbereich ist sonst genau die Stelle, an der Verantwortung liegen bleibt.
Quelle: Winterdienst und Schneeräumung, Landeshauptstadt München
So läuft die Aufnahme eines Objekts ab
Am Anfang jeder professionellen Treppenhausreinigung steht die Begehung: Aufgänge zählen, Etagen und Wohneinheiten je Aufgang erfassen, Bodenbelag bestimmen, Aufzug, Kellerflure, Briefkastenanlage und Glasflächen aufnehmen. Daraus entsteht ein Leistungsverzeichnis mit Frequenz je Position – und erst daraus der Preis je Aufgang und Monat. Für Hausverwaltungen mit mehreren Objekten in München fassen wir die Aufgänge in einer Tourenplanung zusammen; das ist der Hebel, mit dem sich Anfahrten und damit der Preis je Aufgang senken lassen.
Häufige Fragen
Wer zahlt die Treppenhausreinigung in München – Mieter oder Eigentümer?
Beauftragen muss der Eigentümer bzw. die Hausverwaltung. Die Kosten sind nach § 2 Nr. 9 BetrKV als Betriebskosten umlagefähig, wenn der Mietvertrag eine Betriebskostenumlage vorsieht. Wirtschaftlich trägt sie damit in der Regel der Mieter, rechtlich schuldet die Leistung der Eigentümer.
Ist die Treppenhausreinigung auf die Betriebskosten umlagefähig?
Ja. § 2 Nr. 9 BetrKV nennt die Kosten der Gebäudereinigung ausdrücklich und zählt dazu die Säuberung der gemeinsam genutzten Gebäudeteile auf – Zugänge, Flure, Treppen, Keller, Bodenräume, Waschküchen und den Fahrkorb des Aufzugs.
Wie oft sollte ein Treppenhaus in München gereinigt werden?
Üblich ist ein wöchentliches Reinigungsintervall bei sechs bis zwanzig Wohneinheiten mit Zugang direkt zur Straße. Kleine, ruhig gelegene Objekte kommen häufig mit einem zweiwöchentlichen Rhythmus aus, stark frequentierte oder gemischt genutzte Häuser brauchen mehr.
Was kostet Treppenhausreinigung in München je Aufgang?
Für die wöchentliche Treppenhausreinigung liegt das Band in München bei 90 bis 160 Euro netto je Aufgang und Monat. Etagenzahl, Bodenbelag, Aufzug und Zusatzflächen wie Kellerflure entscheiden, wo ein konkretes Objekt in diesem Band liegt.
Können Mieter die Treppenhausreinigung von der Steuer absetzen?
Nach § 35a EStG sind 20 Prozent der Arbeitskosten begünstigt, höchstens 4.000 Euro im Jahr. Voraussetzung sind eine Rechnung und die Zahlung auf das Konto des Erbringers. Der Arbeitskostenanteil muss in der Nebenkostenabrechnung gesondert ausgewiesen sein.
Gehört die Aufzugkabine zur Treppenhausreinigung?
Der Fahrkorb des Aufzugs ist in § 2 Nr. 9 BetrKV ausdrücklich genannt und gehört damit zu den umlagefähigen Gemeinschaftsflächen. Im Leistungsverzeichnis stehen Kabinenboden, Spiegel, Bedientableau und Türlaufschienen als eigene Positionen.