Fassadenreinigung München · Putz, WDVS, Klinker, Glas und Metall

Fassadenreinigung München – Putz, Klinker, Glas- und Metallfassaden

IBS Betrieb reinigt Fassaden in München und im Umland: Putz-, WDVS-, Klinker-, Naturstein-, Glas- und Metallfassaden. Die eigentliche Entscheidung fällt dabei nicht beim Reinigungsmittel, sondern beim Druck. Eine professionelle Fassadenreinigung, die mit zu viel Druck auf das falsche Material trifft, reinigt eine Fassade einmal und beschädigt sie dauerhaft. Diese Seite legt offen, welches Verfahren zu welchem Material gehört, welcher Höhenzugang wann sinnvoll ist, was mit dem Schmutzwasser passieren muss und welche Faktoren den Preis in München bestimmen – mit Stand August 2026.

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Fassadenreinigung München durch IBS Betrieb – Glas- und Metallfassade

Fassadenreinigung München: welches Verfahren zu welcher Fassade gehört

Fassadenreinigung ist kein einheitliches Verfahren, sondern eine Materialentscheidung. Mineralische Putze und Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) sind druckempfindlich: Wird die Oberfläche aufgerissen, dringt Wasser in die Dämmebene ein, und der Schaden ist teurer als jede Reinigung. Klinker und Naturstein vertragen deutlich mehr, reagieren dafür empfindlich auf die falsche Chemie – ein zu scharfes Reinigungsmittel löst Ausblühungen aus oder greift die Fuge an. Glas- und Metallfassaden schließlich sind unempfindlich gegen Druck, aber empfindlich gegen abrasive Verfahren: Bei Edelstahl zerstört eine abrasive Grundreinigung die Passivschicht, die den Werkstoff überhaupt erst korrosionsbeständig macht. Deshalb steht am Anfang jeder Fassadenreinigung in München die Bestimmung von Material, Verschmutzungsgrad und Untergrundzustand – und nicht die Wahl des Geräts. Empfindliche Untergründe verlangen zudem den Einsatz von speziellen Breitstrahldüsen, die den Wasserstrahl aufweiten und den Anpressdruck auf die Oberfläche senken. Die folgende Übersicht ordnet die gängigen Fassadenmaterialien den Verfahren zu, die dafür in Frage kommen.

Fassadenmaterial, passendes Reinigungsverfahren und typisches Reinigungsintervall
Fassadenmaterial Verfahren Druckbereich Typisches Intervall
Putz / WDVS Niederdruck mit Osmose-Wasser, algizide Vorbehandlung Niederdruck alle 3–5 Jahre
Klinker / Ziegel Mittel- bis Hochdruck, belagsspezifische Chemie Mittel bis hoch alle 5–10 Jahre
Naturstein Niederdruck, JOS-Verfahren, chemisch neutral Niederdruck alle 5–10 Jahre
Glasfassade Streifenfreie Nassreinigung, entsalztes Wasser Niederdruck 2× jährlich
Metall / Aluminium / ACP Nassreinigung ohne abrasive Mittel, anschließend Pflegemittel Niederdruck 1–2× jährlich
Edelstahl Nicht abrasiv, Passivschicht erhalten Niederdruck 1–2× jährlich
Beton / Sichtbeton Hochdruck oder Heißwasser, je nach Belag Mittel bis hoch alle 5–10 Jahre

Warum Münchner Fassaden verschmutzen – und was daraus folgt

Die Verschmutzung einer Fassade in München hat zwei getrennte Ursachen, und sie verlangen unterschiedliche Reinigungsmittel. Die erste ist mineralisch: Feinstaub, Abgase und Ruß aus dem Stadtverkehr legen sich als grauer Film auf die Oberfläche, besonders stark an stark befahrenen Achsen und in Innenhöfen mit wenig Luftaustausch. Die zweite ist organisch: Algen, Moose und Flechten siedeln dort, wo eine Fassade lange feucht bleibt – auf der Nordseite, unter auskragenden Bauteilen, hinter Bewuchs und an gut gedämmten Neubauten, deren Außenoberfläche nachts stärker auskühlt und dadurch länger betaut ist. Der grünliche Belag an einer erst zehn Jahre alten WDVS-Fassade ist also kein Baumangel, sondern eine bauphysikalische Folge guter Dämmung. Für die Reinigung heißt das: Der graue Film löst sich mechanisch, der grüne Belag nicht – er muss zuerst chemisch abgetötet werden, sonst wächst er innerhalb einer Saison nach.

  • Nordseiten und verschattete Flächen: Algen, Moose, Flechten – organischer Befall, chemische Vorbehandlung nötig
  • Straßenseiten und Verkehrsachsen: Feinstaub, Abgase, Ruß – mineralische Verschmutzungen, mechanisch lösbar
  • Sockelbereiche: Spritzwasser, Streusalz, aufsteigende Feuchte – häufig kombinierter Belag
  • Unter Fensterbänken und Attiken: Ablaufspuren, Rostfahnen – punktuelle Behandlung statt Vollreinigung
  • Innenhöfe mit wenig Luftaustausch: langsamere Abtrocknung, dadurch stärkerer und schnellerer Wiederbefall

Höhenzugang: Hubsteiger, Hubarbeitsbühne, Seilzugang oder Gerüst

Bei einer Fassadenreinigung entscheidet der Höhenzugang oft stärker über den Preis als die Reinigung selbst. Die Wahl ist keine Geschmacksfrage, sondern hängt an drei Größen: Gebäudehöhe, Zugänglichkeit der Aufstellfläche und Dauer der Arbeiten. Für eine zweitägige Reinigung an einem frei anfahrbaren Gebäude ist ein Gerüst unwirtschaftlich; für eine dreiwöchige Maßnahme mit Nacharbeiten ist es günstiger als jede Tagesmiete. Wird eine Hubarbeitsbühne auf öffentlichem Grund aufgestellt, ist dafür eine Sondernutzungserlaubnis des Kreisverwaltungsreferats der Landeshauptstadt München erforderlich; auf Privatgrund oder im Innenhof entfällt sie. Diese Genehmigung braucht Vorlauf und gehört deshalb in die Terminplanung, nicht in die Woche vor dem Einsatz. Für Fassaden mit komplexer Geometrie, engen Innenhöfen oder fehlender Aufstellfläche bleibt der Seilzugang durch Industriekletterer häufig die einzige praktikable Lösung.

Höhenzugang bei der Fassadenreinigung: Verfahren, Einsatzbereich und Genehmigungslage
Zugangsart Wann sinnvoll Genehmigung nötig?
Hubsteiger / Hubarbeitsbühne frei anfahrbare Fassaden, kurze bis mittlere Einsatzdauer, bis 28 m ja, bei Aufstellung auf öffentlichem Grund (KVR München)
Seilzugang / Industriekletterer komplexe Geometrien, enge Innenhöfe, keine Aufstellfläche in der Regel nein, Absturzsicherung am Objekt erforderlich
Gerüst Großflächen, lange Einsatzdauer, kombinierte Arbeiten ja, bei Aufstellung auf öffentlichem Grund (KVR München)
Teleskoplanze vom Boden niedrige Gebäude, reine Spülgänge, gute Zugänglichkeit nein

Schmutzwasser: was mit dem Waschwasser passieren muss

Bei einer Fassadenreinigung entsteht Abwasser, das gelöste Beschichtungsbestandteile, abgetötete Organismen und Reinigungsmittel enthält. Es darf deshalb nicht ungefiltert im Erdreich versickern oder in einen Straßenablauf laufen. Das Wasserhaushaltsgesetz formuliert den Grundsatz in § 55 Absatz 1 knapp: „Abwasser ist so zu beseitigen, dass das Wohl der Allgemeinheit nicht beeinträchtigt wird.“ Absatz 2 erlaubt die ortsnahe Versickerung ausdrücklich nur für Niederschlagswasser und nur „ohne Vermischung mit Schmutzwasser“. Waschwasser aus einer Fassadenreinigung ist kein Niederschlagswasser. Praktisch bedeutet das: Bodenabläufe und Schächte werden vor Arbeitsbeginn abgedeckt, das Wasser wird aufgefangen, gefiltert und fachgerecht entsorgt. Wer ein Angebot vergleicht, sollte diese Position ausdrücklich suchen – fehlt sie, fehlt entweder die Leistung oder sie taucht später als Nachtrag auf.

Quelle: § 55 WHG – Grundsätze der Abwasserbeseitigung (Gesetzestext)

Algizide sind Biozidprodukte – und dürfen nicht frei gewählt werden

Gegen Algen, Moose und Flechten wirkende Reinigungs- und Schutzmittel sind Biozidprodukte. Für sie gilt die europäische Biozidverordnung, und deren Artikel 17 Absatz 1 ist eindeutig: „Biozidprodukte dürfen nur auf dem Markt bereitgestellt oder verwendet werden, wenn sie gemäß der vorliegenden Verordnung zugelassen wurden.“ Das ist kein formaler Nebensatz, sondern der Grund, weshalb der Baumarktkanister und das gewerblich eingesetzte, zugelassene Produkt nicht dasselbe sind. Für Sie als Eigentümer oder Verwalter folgt daraus eine einfache Prüffrage an jedes Angebot: Welches Produkt wird eingesetzt, und mit welcher Zulassungsnummer? Ein seriöses Angebot kann sie benennen. Kostenlose Beratung ersetzt diese Auskunft nicht – die Zulassungsnummer gehört ins Angebot, nicht ins Gespräch. Zweitens gehört zur algiziden Behandlung eine Einwirkzeit – häufig mehrere Tage –, bevor überhaupt gespült wird. Wer Vorbehandlung und Spülgang am selben Tag anbietet, verkauft eine Sichtreinigung, keine Entfernung des Befalls.

Quelle: Verordnung (EU) Nr. 528/2012 über Biozidprodukte, Artikel 17 (Volltext)

Denkmalgeschützte Fassaden in München

München hat einen sehr großen Bestand an Baudenkmälern und Ensembles, und an ihnen ist die Fassadenreinigung erlaubnispflichtig. Das Bayerische Denkmalschutzgesetz verlangt in Artikel 6 Absatz 1 eine Erlaubnis für den, der Baudenkmäler „beseitigen, verändern oder an einen anderen Ort verbringen“ will; auch das Errichten, Verändern oder Beseitigen von Anlagen in der Nähe eines Baudenkmals ist erlaubnispflichtig, wenn sich das auf Bestand oder Erscheinungsbild auswirken kann. Bei Ensembles greift die Erlaubnispflicht für Veränderungen, die das Erscheinungsbild des Ensembles beeinträchtigen können. Eine Fassadenreinigung verändert das Erscheinungsbild – deshalb wird sie mit der Unteren Denkmalschutzbehörde abgestimmt, bevor sie beginnt. Zulässig sind dort in der Regel nur besonders schonende Verfahren: Niederdruck, das JOS-Verfahren mit weichem Strahlmittel, chemisch neutrale Mittel. Die Reinigung wird dokumentiert. Wer diesen Schritt überspringt, riskiert nicht nur einen Substanzschaden, sondern ein Verfahren.

Quelle: Art. 6 BayDSchG – Erlaubnispflichten (Gesetzestext Bayern)

Was eine Fassadenreinigung in München kostet

Für die Fassadenreinigung an Putz, WDVS, Klinker und Naturstein führt IBS Betrieb kein veröffentlichtes Quadratmeter-Preisband – der Preis hängt zu stark am Material, am Verschmutzungsgrad und am Höhenzugang, als dass eine einzelne Zahl belastbar wäre. Veröffentlicht sind dagegen die Bänder für Glasflächen, weil dort die Bezugsgröße eindeutig ist. Für Glasfassaden, die eine Hubarbeitsbühne erfordern, liegt das Münchner Marktband 2026 bei 3,50–6,50 Euro netto je Quadratmeter Glasfläche, zuzüglich Hubsteigermiete von 380–850 Euro pro Tag. Ebenerdig erreichbare Fenster liegen bei 1,20–2,40 Euro netto je Quadratmeter Glasfläche. Alle weiteren Bänder finden Sie im Preisindex. Für die übrigen Fassadenarten gilt: Ein Quadratmeterpreis ohne Angabe von Material, Höhe und Zugangsart ist keine Kalkulation, sondern ein Lockangebot. Die folgende Übersicht nennt die Faktoren, die den Preis tatsächlich bewegen – und in welche Richtung.

Kostentreiber bei der Fassadenreinigung in München und ihre Wirkung
Faktor Wirkung auf den Preis Warum
Fassadenfläche sinkt je m² mit steigender Fläche Rüst- und Anfahrtkosten verteilen sich
Gebäudehöhe steigt deutlich ab ca. 12 m Höhenzugang wird zur eigenen Position
Zugangsart Gerüst teurer als Bühne bei kurzer Dauer Auf- und Abbau statt Tagesmiete
Material empfindliche Untergründe teurer Niederdruck braucht mehr Zeit je m²
Verschmutzungsgrad starker Algenbefall teurer Vorbehandlung plus Einwirkzeit plus zweiter Gang
Schmutzwasserfassung eigene Position Auffangen, Filtern, Entsorgen nach § 55 WHG
Imprägnierung / Versiegelung optionale Zusatzposition verlängert das Intervall, ist aber keine Reinigung
Denkmalschutz Aufschlag Abstimmung, schonendes Verfahren, Dokumentation

Reinigungspreise München – alle veröffentlichten Preisbänder

Die Probefläche: der Test, der vor dem Angebot stehen sollte

In der Fassadenreinigung hat sich die Probefläche als Standard durchgesetzt, und das aus einem sachlichen Grund: Erst an einem gereinigten Quadratmeter zeigt sich, wie stark der Belag sitzt, ob das gewählte Verfahren ausreicht und wie die Fassade darunter aussieht. Manche Fassaden sind unter dem Belag ungleichmäßig ausgebleicht – dann ist eine Teilreinigung optisch schlechter als gar keine, und das muss vorher jemand sagen. Eine Probefläche beantwortet vor der Beauftragung drei Fragen: Reicht Niederdruck, oder braucht es Chemie? Bleiben Rückstände, die auch ein zweiter Gang nicht löst? Und ist die Farbdifferenz zwischen gereinigt und ungereinigt so groß, dass nur eine Vollreinigung sinnvoll ist? Bei vielen Münchner Anbietern ist die Probefläche eine kostenlose Vorleistung, die vor dem Angebot angelegt wird – fragen Sie ausdrücklich danach. Zwei Dinge entscheiden dann über ihren Wert: Lassen Sie die Fläche an der schlechtesten Stelle anlegen, nicht an der besten, und lassen Sie sich nennen, mit welchen speziellen Mitteln behandelt wurde. Nur dann ist das Ergebnis auf die spätere Vollfläche übertragbar, und nur dann sagt der Test etwas aus.

Reinigen, imprägnieren oder neu streichen – die drei Wege im Vergleich

Die häufigste Frage vor einer Fassadenreinigung ist nicht, was sie kostet, sondern ob sie sich gegenüber einem Neuanstrich lohnt. Die Antwort hängt am Zustand der Beschichtung, nicht an der Optik. Ist die Beschichtung intakt und nur verschmutzt, ist die Reinigung der richtige Weg – sie erhält die vorhandene Substanz und ist die deutlich kleinere Maßnahme. Ist die Beschichtung kreidend, rissig oder löst sie sich, entfernt eine Reinigung den Belag, nicht das Problem; dann ist der Neuanstrich fällig, und die Reinigung ist lediglich dessen Vorbereitung. Dazwischen liegt die Imprägnierung: Sie reinigt nicht, sondern verlängert das Intervall bis zur nächsten Reinigung, indem sie die Wasseraufnahme der Oberfläche senkt. Sie ist damit eine Folgeentscheidung nach der Reinigung, keine Alternative zu ihr. Die Reihenfolge ist deshalb immer dieselbe: erst den Zustand der Beschichtung prüfen, dann entscheiden.

Fassadenreinigung, Imprägnierung und Neuanstrich im Vergleich
Maßnahme Wann richtig Was sie leistet Was sie nicht leistet
Reinigung Beschichtung intakt, nur verschmutzt entfernt Belag, erhält vorhandene Substanz repariert keine schadhafte Beschichtung
Imprägnierung nach der Reinigung, saugende Untergründe senkt Wasseraufnahme, verlängert das Intervall reinigt nicht und ersetzt keine Reinigung
Neuanstrich Beschichtung kreidend, rissig oder abblätternd stellt die Schutzwirkung wieder her ersetzt die Reinigung nicht – sie ist dessen Vorstufe

Was auf dieser Seite bewusst nicht steht

Die Fassadenreinigung grenzt an mehrere andere Leistungen, und die sind hier absichtlich nicht mitbehandelt, damit die Angaben eindeutig bleiben. Die laufende Reinigung von Glasflächen innen und außen, Fensterrahmen und Glastrennwänden gehört zur Glasreinigung; dort stehen auch die Intervalle und Preisbänder für Fenster. Die Reinigung nach einer Sanierung oder einem Neubau, bei der Mörtelreste, Folienkleber und Bauschmutz von der Fassade müssen, ist Bauendreinigung und wird nach anderen Kriterien abgenommen. Hallen-, Dach- und Lichtbandflächen im gewerblichen Bestand behandelt die Industriereinigung. Und alles, was mit Betreiberpflichten, Wartungszyklen und Verkehrssicherung zusammenhängt, steht im Facility Management. Wenn Sie nicht sicher sind, welche Leistung Ihr Objekt braucht: Die Zuordnung klären wir bei der Begehung, bevor ein Angebot geschrieben wird.

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Häufige Fragen

Was kostet eine Fassadenreinigung in München?

Der Preis ergibt sich aus Material, Fassadenfläche, Verschmutzungsgrad, Gebäudehöhe und Zugangsart; Hubsteiger- oder Gerüstkosten sind eine eigene Position. Für Glasfassaden mit Hubarbeitsbühne liegt das Münchner Marktband 2026 bei 3,50–6,50 Euro netto je Quadratmeter Glasfläche zuzüglich Hubsteigermiete von 380–850 Euro pro Tag. Für Putz-, WDVS-, Klinker- und Natursteinfassaden veröffentlichen wir bewusst kein Quadratmeterband, weil die Streuung zu groß wäre – hier gilt das Angebot nach Begehung. Eine Einordnung aller veröffentlichten Bänder finden Sie unter Reinigungspreise München (/reinigungspreise-muenchen).

Beschädigt Hochdruck mein WDVS?

Ja, das ist das häufigste Schadensbild. Wärmedämmverbundsysteme und mineralische Putze reinigen wir ausschließlich mit Niederdruck und Osmose-Wasser, bei organischem Befall mit algizider Vorbehandlung. Wird die Oberfläche mit zu viel Druck aufgerissen, dringt Wasser in die Dämmebene ein; der Folgeschaden übersteigt die Reinigungskosten um ein Vielfaches. Wer Ihnen für eine WDVS-Fassade Hochdruck anbietet, hat das Material nicht geprüft.

Wie oft sollte eine Fassade in München gereinigt werden?

Glasfassaden zweimal jährlich, Putz- und WDVS-Fassaden alle 3–5 Jahre je nach Ausrichtung und Bewuchs, Klinker alle 5–10 Jahre. Nordseiten und verschattete Flächen liegen regelmäßig am unteren Ende dieser Spannen. Früher als geplant sollte gereinigt werden, sobald Algen, Moose oder Ruß deutlich sichtbar sind – dann verhindert die Reinigung Substanzschäden, statt nur die Optik zu verbessern.

Wohin darf das Schmutzwasser der Fassadenreinigung?

Nicht ungefiltert ins Erdreich und nicht in den Straßenablauf. § 55 Absatz 1 des Wasserhaushaltsgesetzes verlangt, dass Abwasser so beseitigt wird, dass das Wohl der Allgemeinheit nicht beeinträchtigt wird; die ortsnahe Versickerung nach Absatz 2 gilt ausdrücklich nur für Niederschlagswasser ohne Vermischung mit Schmutzwasser. Waschwasser aus einer Fassadenreinigung ist kein Niederschlagswasser. Wir decken Schächte und Bodenabläufe vor Arbeitsbeginn ab, fangen das Wasser auf und entsorgen es fachgerecht.

Brauche ich eine Genehmigung für den Hubsteiger?

Bei Aufstellung auf öffentlichem Grund ja – dafür ist eine Sondernutzungserlaubnis des Kreisverwaltungsreferats der Landeshauptstadt München erforderlich, und wir übernehmen die Beantragung. Auf Privatgrund, im Innenhof oder auf dem eigenen Stellplatz entfällt sie. Planen Sie Vorlauf ein: Die Erlaubnis lässt sich nicht in der Woche vor dem Einsatz beschaffen.

Reinigen Sie auch denkmalgeschützte Fassaden?

Ja, in Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde der Landeshauptstadt München. Art. 6 Abs. 1 des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes stellt das Verändern eines Baudenkmals unter Erlaubnisvorbehalt, und eine Fassadenreinigung verändert das Erscheinungsbild. Wir arbeiten dort mit den zulässigen schonenden Verfahren – Niederdruck, JOS-Verfahren, chemisch neutrale Mittel – und dokumentieren die Reinigung nach Vorgabe.

Wie wird Graffiti von der Fassade entfernt?

Bei imprägnierten Fassaden mit chemischem Reiniger; je früher nach dem Anbringen, desto vollständiger das Ergebnis. Bei rohem Stein oder Sichtbeton mit Poultice-Technik, also einer aufgetragenen Kompresse, die das Pigment aus der Pore zieht, mit anschließender Reimprägnierung. Wir prüfen die Fassade vor Ort und sagen ehrlich, ob ein Schatten bleibt – bei stark saugenden Untergründen ist das häufig der Fall.

Lohnt sich eine Reinigung oder gleich ein Neuanstrich?

Das entscheidet der Zustand der Beschichtung, nicht die Optik. Ist die Beschichtung intakt und nur verschmutzt, ist die Reinigung die richtige und deutlich kleinere Maßnahme. Kreidet, reißt oder löst sich die Beschichtung, entfernt eine Reinigung nur den Belag; dann ist ein Neuanstrich fällig, und die Reinigung ist dessen Vorbereitung. Diese Prüfung gehört an den Anfang – nicht die Preisfrage.

Was ist eine Probefläche und warum ist sie wichtig?

Eine Probefläche ist ein kleiner, vorab gereinigter Ausschnitt der Fassade. An ihr zeigt sich, ob das gewählte Verfahren ausreicht, ob Rückstände bleiben und wie groß der Farbunterschied zwischen gereinigter und ungereinigter Fläche ausfällt. Bei ungleichmäßig ausgebleichten Fassaden kann dieser Unterschied so stark sein, dass nur eine Vollreinigung sinnvoll ist. Lassen Sie die Probefläche an der am stärksten verschmutzten Stelle anlegen – nur dort ist sie aussagekräftig.

Welche Jahreszeit eignet sich für eine Fassadenreinigung?

Frühjahr bis Herbst. Algizide Vorbehandlungen brauchen Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt und mehrere trockene Tage Einwirkzeit; bei Frost besteht zusätzlich die Gefahr, dass eingedrungenes Wasser die Oberfläche absprengt. In München ist der Zeitraum von April bis Oktober der praktikable Korridor. Wer im Spätsommer beauftragt, bekommt in der Regel noch einen Termin in derselben Saison.

Reinigen Sie auch im Umland von München?

Ja. Einsatzgebiet sind München Stadt sowie die Landkreise München, Starnberg, Dachau, Fürstenfeldbruck, Erding, Freising und Ebersberg. Für Objekte im Umland planen wir Anfahrt und Gerätetransport in die Kalkulation ein; bei mehreren Objekten eines Eigentümers oder Verwalters lässt sich das über eine gemeinsame Terminierung deutlich senken.